Jürgen Baasch

Aus SPD Geschichtswerkstatt
Jürgen Baasch
Jürgen Baasch
Geboren: 26. Dezember 1945

Jürgen Baasch, * 26. Dezember 1945 in Scharnhagen/Krs. Eckernförde; Lehrer, Bürgermeister. Verheiratet. Mitglied der SPD seit 1969.

Leben & Beruf

Jürgen Baasch wuchs in Scharnhagen - heute ein Ortsteil von Dänischenhagen - im damaligen Kreis Eckernförde auf. Wolfgang Baasch ist sein Bruder. Nach der Mittleren Reife absolvierte er von 1962 bis 1965 eine Ausbildung bei der Landesbezirkskasse Kiel I, leistete seinen Grundwehrdienst ab und brachte es bis 1973 zum Regierungsoberinspektor. Dann entschloss er sich zu einem Berufswechsel und nahm ein Studium an der Pädagogischen Hochschule in Bonn auf, das er 1976 abschloss. Seine zweite Berufslaufbahn begann er als Lehrer an der Integrierten Gesamtschule Neumünster.

Er ist Mitglied der GEW, der AWO - deren zweiter Landesvorsitzender er zeitweise war - und der Naturfreunde.

Partei & Politik

Schon in der 4. Klasse wurde Jürgen Baasch ein "sozialdemokratische[s] Gemüt" bescheinigt und seine "rebellische[n] Eigenschaften" im Zeugnis (missbilligend?) hervorgehoben.[1] Bald nach seinem Eintritt in die SPD übernahm er 1970 für zwei Jahre den Juso-Kreisvorsitz.

Parallel zum Lehrerstudium arbeitete er von 1973 bis 1976 in Bonn als parlamentarischer Mitarbeiter des Eckernförder MdB Jürgen Anbuhl.

Vermutlich nach seiner Rückkehr aus Bonn übernahm er zeitweise den Vorsitz des OV Dänischenhagen, gehörte auch der Gemeindevertretung an und war stellv. Bürgermeister. Von 1982 bis 1990 vertrat er die SPD im Kreistag von Rendsburg-Eckernförde.

Im Kreisvorstand Rendsburg-Eckernförde war er zeitweise Beisitzer, stellv. Vorsitzender und um 1988 dann Vorsitzender.

Landtag

Zur Landtagswahl 1988 trat Jürgen Baasch für die SPD im Wahlkreis 12 (Rendsburg-West) an und wurde direkt gewählt. Er war vor allem im Sozial- und im Eingabenausschuss aktiv, stellvertretend auch im Ausschuss für Kultur, Jugend und Sport.

Zur Landtagswahl 1992 trat er nicht wieder an.

Bürgermeister

1992 bewarb sich Jürgen Baasch erfolgreich als hauptamtlicher Bürgermeister in Bordesholm. 1998 wählten ihn die Bürgerinnen und Bürger in der ersten Direktwahl mit 61% der abgegebenen Stimmen wieder. Unter seinen Leistungen werden angeführt die Rettung des heute überregional bekannten Savoy-Kinos, die Schaffung von Orten der Begegnung in der Stadt und die Verfolgung der Partnerschaft Bordesholms mit der lettischen Kommune Kekava.[2]

Links

Quellen

  1. Willy Brandt holte sie vor 50 Jahren in die SPD, Kieler Nachrichten, 11.2.2019
  2. Willy Brandt holte sie vor 50 Jahren in die SPD, Kieler Nachrichten, 11.2.2019