Landtagswahl 1996

Aus SPD Geschichtswerkstatt

[[Datei:{{#setmainimage:KA001496.jpg}}|thumb|200px|right|"Echt stark" - Plakat zur Landtagswahl 1992]] In der Landtagswahl am 24. März 1996 verlor die SPD die absolute Mehrheit, die sie seit der Landtagswahl 1988 im Landtag gehabt hatte.

Regierungsprogramm

Spitzenkandidatur

Spitzenkandidatin war Ministerpräsidentin Heide Simonis - sie wurde auf dem Landesparteitag mit 92,81 % Zustimmung gewählt.

Koalitionsverhandlungen

Das Rotkielchen nimmt den Wirbel um die rot-grüne Koalition auf die Schippe

Es folgte die erste rot-grüne Koalition in Schleswig-Holstein. Der SPIEGEL beschrieb die Koalitionsverhandlungen als erstmals von Frauen dominiert: Auf Seiten der SPD Ministerpräsidentin Heide Simonis und Fraktionsvorsitzende Ute Erdsiek-Rave, auf Seiten der GRÜNEN Angelika Beer und Irene Fröhlich.[1]

Allerdings hatte sich auch die FDP Hoffnungen auf eine Regierungsbeteiligung gemacht. Deren Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki hatte sich eigens dafür eingesetzt, dass der FDP-Landesparteitag sich nicht per Beschluss an die CDU binde. Laut SPIEGEL spekulierte er darauf, dass die angeblich "bekennende Grünen-Hasserin" Heide Simonis die Koalitionsverhandlungen mit den Grünen an die Wand fahren und dann eine Koalition mit der FDP eingehen werde.[2]

Koalitionsvertrag

Der ausgehandelte Vertrag wurde auf Seiten der SPD vom außerordentlichen Landesparteitag in Neumünster angenommen:

Ergebnis

Prozent Änderung Sitze
SPD 39,8 % -6,4 33 (26 direkt)
CDU 37,2 % +3,4 30 (19 direkt)
SSW 2,5 % +0,6 2
Grüne 8,1 % +3,13 6
FDP 5,7 % +0,1 4
Sonstige 6,7 %

Wahlbeteiligung: 71,78 %

  • SSW = Südschleswigscher Wählerverband, von der 5%-Klausel befreit.

Siehe auch

Quellen

  1. Umarmen und erdrücken, DER SPIEGEL, 13.5.1996
  2. Ministerles spielen, DER SPIEGEL, 18.3.1996