Ulf Kämpfer: Unterschied zwischen den Versionen

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== Werdegang ==
 
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Nach dem Abitur in Plön studierte er Rechtswissenschaften und Philosophie in Göttingen und Galway (Irland). Anschließend war er für zwei Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag. Danach setzte er seine wissenschaftliche Arbeit an der Humboldt Universität Berlin und der Columbia University New York fort und schloss diese [[2004]] mit der Promotion ab. Gleichzeitig machte er sein zweites juristisches Staatsexamen.  
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Nach dem Abitur in Plön studierte Ulf Kämpfer Rechtswissenschaften und Philosophie in Göttingen und Galway (Irland). Anschließend war er für zwei Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag. Danach setzte er seine wissenschaftliche Arbeit an der Humboldt Universität Berlin und der Columbia University New York fort und schloss diese [[2004]] mit der Promotion ab. Gleichzeitig machte er sein zweites juristisches Staatsexamen.  
  
Er arbeitete im schleswig-holsteinischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium, dann im Justizministerium. [[2008]] trat er in den Justizdienst des Landes ein, [[2010]] wurde er zum Richter am Amtsgericht ernannt. Das Amtsgericht Kiel ordnete ihn dann an das Oberlandesgericht in Schleswig ab.
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Er arbeitete im schleswig-holsteinischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium, dann im Justizministerium. [[2008]] trat er in den Justizdienst des Landes ein, [[2010]] wurde er zum Richter am Amtsgericht ernannt und arbeitete als Familienrichter. Das Amtsgericht Kiel ordnete ihn dann an das Oberlandesgericht in Schleswig ab.
  
Ulf Kämpfer ist verheiratet mit der ehemaligen Landtagsabgeordneten und Staatssekretärin Anke Erdmann (Die Grünen); sie haben einen Sohn. In seinen Bewerbungsreden als Oberbürgermeister wies er [[2014]] darauf hin, dass er in der zu erwartenden Zusammenarbeit mit den Grünen aus dem häuslichen Umfeld bereits große Erfahrung mitbringe.
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Ulf Kämpfer ist verheiratet mit der ehemaligen Landtagsabgeordneten und Staatssekretärin Anke Erdmann (Die Grünen); sie haben einen Sohn. In seinen Bewerbungsreden als Oberbürgermeister wies er [[2014]] darauf hin, dass er für die zu erwartende Zusammenarbeit mit den Grünen aus dem häuslichen Umfeld bereits große Erfahrung mitbringe.
  
 
== Politik ==
 
== Politik ==
Mit 14 Jahren wurde Ulf Kämpfer zunächst Mitglied der Jungen Union. Später trat er in die SPD ein.
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Mit 14 Jahren wurde Ulf Kämpfer kurzzeitig Mitglied der Jungen Union, wechselte aber bald zur SPD.
  
Nach dem Wahlsieg der SPD-geführten Koalition im Mai [[2012]] berief [[Torsten Albig]] ihn zum Staats­se­kre­tär im Minis­te­rium für Ener­gie­wende, Umwelt, Land­wirt­schaft und länd­li­che Räume. [[2017]] wurde seine Frau, damals Landtagsabgeordnete für Die Grünen, die Nachfolgerin seiner Nachfolgerin in diesem Amt, das sie allerdings aus gesundheitlichen Gründen im März [[2019]] niederlegte.
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Nach dem Wahlsieg der SPD-geführten Koalition im Mai [[2012]] berief [[Torsten Albig]] ihn zum Staats­se­kre­tär im Minis­te­rium für Ener­gie­wende, Umwelt, Land­wirt­schaft und länd­li­che Räume. [[2017]] wurde seine Ehefrau die Nachfolgerin seiner Nachfolgerin in diesem Amt, das sie allerdings aus gesundheitlichen Gründen im März [[2019]] niederlegte.
  
 
=== Oberbürgermeister in Kiel ===
 
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Als erfolgreicher Oberbürgermeister der Landeshauptstadt wurde Ulf Kämpfer auch immer wieder als potentieller Spitzenkandidat für die [[Landtagswahl 2022]] gehandelt. Dieses Spekulationen erteilte er mit Blick auf seine am [[27. Oktober]] anstehende Wiederwahl im April [[2019]] eine Absage.<ref>t-online.de: ''[https://www.t-online.de/nachrichten/id_85633000/tid_amp/landtagswahl-kieler-ob-kaempfer-lehnt-spitzenkandidatur-ab.html Landtagswahl: Kieler OB Kämpfer lehnt Spitzenkandidatur ab]'', 24.4.2019</ref>  
 
Als erfolgreicher Oberbürgermeister der Landeshauptstadt wurde Ulf Kämpfer auch immer wieder als potentieller Spitzenkandidat für die [[Landtagswahl 2022]] gehandelt. Dieses Spekulationen erteilte er mit Blick auf seine am [[27. Oktober]] anstehende Wiederwahl im April [[2019]] eine Absage.<ref>t-online.de: ''[https://www.t-online.de/nachrichten/id_85633000/tid_amp/landtagswahl-kieler-ob-kaempfer-lehnt-spitzenkandidatur-ab.html Landtagswahl: Kieler OB Kämpfer lehnt Spitzenkandidatur ab]'', 24.4.2019</ref>  
  
Für die OB-Wahl wurde er am [[14. Mai]] [[2019]] erwartungsgemäß von der [[Kreisverband Kiel - Kreisparteitag|Mitgliederversammlung]] mit 98,6 % erneut zum Kandidaten nominiert.<ref>Michael Kluth: ''[https://www.kn-online.de/Kiel/Kieler-SPD-nominiert-Ulf-Kaempfer-als-Oberbuergermeister-Kandidaten-in-Kiel Kieler SPD nominiert Ulf Kämpfer]'', ''Kieler Nachrichten'', 14.5.2019</ref> Weiterhin unterstützen ihn die Grünen, die FDP und der SSW. Gegenkandidaten sind Andreas Ellendt (CDU), Björn Thoroe (Linkspartei) und Florian Wrobel (Die Partei).
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Für die OB-Wahl wurde er am [[14. Mai]] [[2019]] erwartungsgemäß von der [[Kreisverband Kiel - Kreisparteitag|Mitgliederversammlung]] mit 98,6 % erneut zum Kandidaten nominiert.<ref>Michael Kluth: ''[https://www.kn-online.de/Kiel/Kieler-SPD-nominiert-Ulf-Kaempfer-als-Oberbuergermeister-Kandidaten-in-Kiel Kieler SPD nominiert Ulf Kämpfer]'', ''Kieler Nachrichten'', 14.5.2019</ref> Die Grünen, die FDP und der SSW unterstützen ihn weiterhin und haben auf eigene Kandidaturen verzichtet. CDU, Linkspartei und Die Partei haben Gegenkandidaten aufgestellt.
  
 
== Fotos ==
 
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Version vom 9. Oktober 2019, 02:02 Uhr

Ulf Kämpfer
Ulf Kämpfer
Geboren: 16. Juni 1972

Dr. Ulf Kämpfer, * 16. Juni 1972 in Eutin. Jurist, Oberbürgermeister von Kiel. Verheiratet, ein Kind. Mitglied der SPD seit ca. 1990.

Werdegang

Nach dem Abitur in Plön studierte Ulf Kämpfer Rechtswissenschaften und Philosophie in Göttingen und Galway (Irland). Anschließend war er für zwei Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag. Danach setzte er seine wissenschaftliche Arbeit an der Humboldt Universität Berlin und der Columbia University New York fort und schloss diese 2004 mit der Promotion ab. Gleichzeitig machte er sein zweites juristisches Staatsexamen.

Er arbeitete im schleswig-holsteinischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium, dann im Justizministerium. 2008 trat er in den Justizdienst des Landes ein, 2010 wurde er zum Richter am Amtsgericht ernannt und arbeitete als Familienrichter. Das Amtsgericht Kiel ordnete ihn dann an das Oberlandesgericht in Schleswig ab.

Ulf Kämpfer ist verheiratet mit der ehemaligen Landtagsabgeordneten und Staatssekretärin Anke Erdmann (Die Grünen); sie haben einen Sohn. In seinen Bewerbungsreden als Oberbürgermeister wies er 2014 darauf hin, dass er für die zu erwartende Zusammenarbeit mit den Grünen aus dem häuslichen Umfeld bereits große Erfahrung mitbringe.

Politik

Mit 14 Jahren wurde Ulf Kämpfer kurzzeitig Mitglied der Jungen Union, wechselte aber bald zur SPD.

Nach dem Wahlsieg der SPD-geführten Koalition im Mai 2012 berief Torsten Albig ihn zum Staats­se­kre­tär im Minis­te­rium für Ener­gie­wende, Umwelt, Land­wirt­schaft und länd­li­che Räume. 2017 wurde seine Ehefrau die Nachfolgerin seiner Nachfolgerin in diesem Amt, das sie allerdings aus gesundheitlichen Gründen im März 2019 niederlegte.

Oberbürgermeister in Kiel

Am 14. Dezember 2013 beschlossen die Mitgliederversammlungen der Kieler SPD (bei 3 Enthaltungen), der Grünen und des SSW (jeweils einstimmig), Ulf Kämpfer in der anstehenden Oberbürgermeisterwahl zu unterstützen. Die Wahl war nach dem Rücktritt von Susanne Gaschke notwendig geworden. Neben Ulf Kämpfer kandidierten ein CDU- und ein unabhängiger Bewerber. Bis zu dieser Kandidatur war er parteipolitisch nicht in Erscheinung getreten.

Die Wahl fand am 23. März 2014 statt. Ulf Kämpfer gewann schon im 1. Wahlgang überraschend deutlich mit 63,1 % der abgegebenen Stimmen (gegenüber 28,3 % für die CDU). Die Wahlbeteiligung lag bei 45,8 %.

Als seine wichtigsten persönlichen Erfolge betrachtet Ulf Kämpfer, dass er den Bau des neuen Gasmotorenkraftwerks für Kiel gegen den Widerstand anderer Anteilseigner der Stadtwerke durchsetzen konnte, dass das Thema Digitalisierung in Kiel einen hohen Stellenwert genießt und dass die Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden in den letzten Jahren wieder deutlich verbessert werden konnte. Für die zweite Amtszeit sieht er einerseits Klimaschutz und Verkehrswende, andererseits die Situation auf dem Wohnungsmarkt im Mittelpunkt stehen.[1]

Sein Amt sieht er mit gemischten, aber doch überwiegend positiven Gefühlen:

Eine "Arbeitszeit von rund 60 bis 80 Stunden pro Woche hinterlasse durchaus auch bei ihm ihre Spuren. [...] Immer wieder muss Kämpfer im Rathaus mit dem Vorwurf leben, zu empfindlich zu sein. Und er gibt zu: 'Ich habe keine so dicke Haut wie andere nach fünf Jahren.' [...] Gleichzeitig betont Kämpfer aber auch: 'Das Oberbürgermeisteramt bringt tolle Gestaltungsmöglichkeiten mit sich."[2]

Als erfolgreicher Oberbürgermeister der Landeshauptstadt wurde Ulf Kämpfer auch immer wieder als potentieller Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2022 gehandelt. Dieses Spekulationen erteilte er mit Blick auf seine am 27. Oktober anstehende Wiederwahl im April 2019 eine Absage.[3]

Für die OB-Wahl wurde er am 14. Mai 2019 erwartungsgemäß von der Mitgliederversammlung mit 98,6 % erneut zum Kandidaten nominiert.[4] Die Grünen, die FDP und der SSW unterstützen ihn weiterhin und haben auf eigene Kandidaturen verzichtet. CDU, Linkspartei und Die Partei haben Gegenkandidaten aufgestellt.

Fotos

Literatur & Links

  • Homepage: Ulf Kämpfer
  • Kristian Blasel: Kämpfer will es nochmal wissen, Kieler Nachrichten, 25.4.2019

Quellen

  1. Blasel, Kämpfer
  2. Blasel, Kämpfer
  3. t-online.de: Landtagswahl: Kieler OB Kämpfer lehnt Spitzenkandidatur ab, 24.4.2019
  4. Michael Kluth: Kieler SPD nominiert Ulf Kämpfer, Kieler Nachrichten, 14.5.2019