Dora Heyenn

Dora Heyenn
Dora Heyenn
Geboren: 16. Mai 1949

Dora Heyenn (geb. Rahlf), * 16. Mai 1949 in Kopendorf/Fehmarn; Lehrerin und Kauffrau. Bis zu seinem Tod verheiratet mit Günther Heyenn, 3 Kinder. Mitglied der SPD von 1971 bis 1999 und wieder seit 2017.

Werdegang

Nach Besuch der Volksschule Petersdorf auf Fehmarn und der zweijährigen Handelsschule und Höheren Handelsschule in Lübeck ging sie 1967 für ein Jahr als Au-pair nach London. Zurück in Lübeck machte sie 1971 am Wirtschaftsgymnasium ihr Abitur, studierte dann Chemie, Biologie und Erziehungswissenschaften an der Universität Hamburg mit Abschluss Staatsexamen fürs Höhere Lehramt. Sie legte auch das 2. Staatsexamen ab.

1971 trat sie wegen Jochen Steffen in die SPD ein.[1] Schon 1972 wurde sie in den Vorstand des Kreisverbandes Segeberg gewählt, von 1974 bis 1978 war sie Pressesprecherin.

1978 übernahm sie den Vorsitz der neu gegründeten AsF im Kreisverband Segeberg.

1979 und wieder 1981 wurde sie in den Landesvorstand gewählt.

Nach einer Zeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bundestag machte sie sich 1981 mit einem Workshop-Betrieb selbstständig, vermutlich zur Keramik-Herstellung. Zu diesem Thema gründete sie 1985 mit anderen eine Fachzeitschrift, deren Chefredaktion sie 1988 übernahm. Im selben Jahr gründete sie in Bad Segeberg die Firma "Keramik-Forum" und wurde Galeristin. Später kehrte sie in ihren Beruf als Lehrerin für Biologie und Chemie an einem Hamburger Gymnasium zurück. Sie gehörte zeitweise dem Personalrat der Behörde für Schule und Berufsbildung an.

Sie ist oder war Mitglied der GEW und des Sozialverbands Deutschland, des Vereins Frauenzimmer e.V., der Volksinitiative "Eine Schule für Alle" sowie Gesellschafterin der "Kalkberg GmbH", Bad Segeberg.

Landtag

In der Landtagswahl 1988 unterlag Dora Heyenn, rückte aber am 7. November 1990 für Ulrich Meyenborg in den Landtag nach; sie war aktiv im Agrar- und Umweltausschuss.

Parteiaustritt

1999 verließ sie die SPD aus Protest gegen die Politik von Gerhard Schröder.[2] 2005 gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern der WASG, die sich 2007 mit der PDS zur Partei DIE LINKE zusammenschloss. Nach ihrer Wahl in die Hamburger Bürgerschaft 2008 wurde Dora Heyenn Fraktionsvorsitzende.

2012 unterlag sie Katja Kipping (Sachsen) bei der Wahl zum Parteivorsitz von DIE LINKE.

2015 wurde sie als Fraktionsvorsitzende nicht wiedergewählt und trat aus der Fraktion [3] und später auch aus der Partei DIE LINKE aus.

Im Juli 2017 kehrte sie in die SPD zurück und schloss sich der SPD-Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft an.[4]

Veröffentlichungen

Dora Heyenn verfasste ein fünfbändiges Fachbuch zur Keramikherstellung, das zwischen 1986 und 1988 im Econ-Verlag, München, erschien.

Links

Quellen

  1. Vgl. Wikipedia: Dora Heyenn
  2. Vgl. Wikipedia: Dora Heyenn
  3. Heyenn verlässt nach Abwahl Linke-Fraktion, Kieler Nachrichten, 3.3.2015
  4. Nach G20-Krawallen: Dora Heyenn zurück bei der SPD, Hamburger Abendblatt, 12.7.17