Anny Trapp

Anny Trapp
Anny Trapp
Geboren: 21. Dezember 1901
Gestorben: 16. März 1994

Anny (oder Anni) Trapp (geb. Lüthje), * 21. Dezember 1901 in Kiel, † 16. März 1994 in Eutin; Hausfrau. Mitglied der SPD, aktiv im Ortsverein Eutin.

Parteiämter

Kommunalpolitik

  • 1955[2]-1970 Mitglied der Eutiner Stadtvertretung und Vorsitzende des Sozialausschusses
  • 1959-1970 Mitglied des Magistrats der Stadt Eutin
  • 1962-1966 1. stellvertretende Bürgervorsteherin
  • 1962-1970 Mitglied des Kreistages des Kreises Eutin
  • 1969-1970 Kreispräsidentin des Kreises Eutin

Anny Trapp saß damit nicht nur als einzige Frau, sondern auch als einziges SPD-Mitglied in Schleswig-Holstein einem Kreistag vor.[3]

Landtag

aktiv in den Ausschüssen für Justiz und Volkswohlfahrt

Sonstiges

Ehrungen

Anny Trapp mit Günther Jansen bei der Feier zu ihrem 90. Geburtstag.

1968 wurde Anny Trapp mit der Freiherr-vom-Stein-Medaille ausgezeichnet.

Am 1. Januar 1971 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

1976 wurde sie mit der Marie-Juchacz-Plakette der Arbeiterwohlfahrt (AWO) ausgezeichnet.[4]

1991 wurde die Eutiner Kindertagesstätte der AWO nach ihr benannt.

Im selben Jahr gründete sich in Eutin der "Verein Anny-Trapp-Preis". Der mit DM 3000 dotierte Preis soll "an eine Bürgerin / einen Bürger bzw. an eine Gruppe von Bürgern aus dem Kreise Ostholstein verliehen werden, die sich durch ihr soziales Engagement für Behinderte, Kinder und ältere Mitbürger ausgezeichnet haben".[5] Zu den Gründungsmitgliedern gehörten u.a. Hermann Benker, Günther Jansen, Klaus Konrad, Gisela Poersch, Gerhard Poppendiecker und Antje-Marie Steen.

Stimmen

Auf der Internetseite des Vereins heißt es im Rahmen einer längeren Würdigung: "[Ihr lagen] immer die sogenannten "kleinen Leute", die Menschen am Rande der Gesellschaft, sehr am Herzen. [...] wichtige Eutiner Einrichtungen [für alte oder behinderte Menschen gehen] auf ihre Anregung zurück. Anny Trapp wurde lange Zeit als das "soziale Gewissen Eutins" bezeichnet. Wer sie kannte, wusste ihre ehrliche, warme Art sehr zu schätzen. Soziale Ungerechtigkeit war ihr zuwider. Deshalb konnte sie auch ganz engagiert streiten [...]. Ihr fachlicher und menschlicher Rat wurde von vielen Entscheidungsträgern immer wieder geschätzt. [...] Die menschliche und bescheidene Art sowie ihr engagiertes Eintreten für die Benachteiligten in unserer Gesellschaft wird noch lange Vorbild für alle sein, die ehrenamtlich in den verschiedenen Institutionen tätig sind."[6]

Links

Quellen

  1. Vgl. Anny Trapp, 60 Jahre Frauengruppe AsF Eutin, in 140 Jahre SPD-Ortsverein Eutin (Eutin 2009)
  2. Lt. Wikipedia. Die Kieler Nachrichten vom 29.5.1969 geben 1959 an; es ist aber eher unwahrscheinlich, dass sie gleich Stadträtin geworden wäre.
  3. Kieler Nachrichten, 29.5.1969. Ob sie wirklich in beidem die erste war, lässt sich aus der Formulierung nicht genau ermitteln.
  4. Wikipedia, abgerufen 18.11.2015
  5. Internetseite des Vereins Anny-Trapp-Preis, abgerufen 12.6.15
  6. Internetseite des Vereins Anny-Trapp-Preis, abgerufen 12.6.15