Ingeborg Sommer

Aus SPD Geschichtswerkstatt
Ingeborg Sommer
Ingeborg Sommer
Geboren: 14. November 1923
Gestorben: 18. September 2001

Ingeborg Sommer, * 14. November 1923 in Stentsch/Niederschlesien (heute Szczaniec/Polen), † 18. September 2001 in Bad Saarow; Journalistin, Gewerkschaftssekretärin. Seit 1946 Mitglied der SPD.

Werdegang

Ingeborg Sommer war Abteilungsleiterin für Frauen, später für Schulung und Bildung beim DGB-Landesbezirk Nordmark in Lübeck. Obwohl sie hauptamtlich Frauenarbeit machte, lehnte sie Frauenpolitik und erst recht die Quote ab. Sie vertrat die Ansicht, Frauen müssten lediglich zu eigenverantwortlichem Handeln ermutigt werden, um alles zu erreichen, was Männer erreichten.[1] Diese Einstellung entsprach ihrer Erfahrung.

Im Januar 1973 wurde sie DGB-Vorsitzende in Lübeck.[2]

Ingeborg Sommer starb 2001 während einer Reise zu ihrem Geburtsort, der heute in Polen liegt.

Partei & Politik

Kommunalpolitik

Dem Stadtpräsidenten stand es zu, die Stadt bei der Jahresversammlung des Amtes der Stecknitzfahrer zu repräsentieren. Da Frauen jedoch auch in den 1980er Jahren bei den Stecknitzfahrern nicht willkommen waren, wurde sie vom Ältermann der Gilde "schweren Herzens wieder nach Hause geschickt", wie ein Teilnehmer berichtete.[3]

Landespolitik

  • 1967-1975 Mitglied des Landtages über die Landesliste

aktiv im Volksbildungs-, Rechts- und Sozialausschuss, Ausschuss für Heimatvertriebene, Ausschuss für Volksgesundheit bzw. Volkswohlfahrt; Ausschuss Kommunaler Investitionsfonds, Rundfunkrat beim NDR; Mitglied der 6. Bundesversammlung

Ehrungen

  • 14. April 1975 Bundesverdienstkreuz am Bande
  • 1987 Bundesverdienstkreuz Erster Klasse
  • 1990 Ehrenplakette des Lübecker Senats sowie Freiherr-vom-Stein-Medaille des Landes Schleswig-Holstein

Links

Quellen

  1. Maria Zachow-Ortmann: Ingeborg Sommer. In: Jebens-Ibs / Zachow-Ortmann: Schleswig-Holsteinische Politikerinnen der Nachkriegszeit. Lebensläufe(Kiel 1994), ISBN 3-88312-048-0, S. 46-49
  2. DGB-Kreis unter weiblichem Vorsitz, Kieler Nachrichten, 8.1.1973
  3. Karl H. Nissen: De Soltspieker