Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD)

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Die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD) spaltete sich, als Ergebnis des parteiinternen Streits über die Unterstützung des 1. Weltkriegs, 1917 von der SPD ab.

In den wenigen Jahren ihres Bestehens wuchs sie zeitweise auf fast 900.000 Mitglieder an, konnte aber keinen dauerhaften politischen Erfolg erreichen. Nach erneuter Abspaltung - einer Gruppe, die später die KPD gründete - zerfiel die Partei. 1922 vereinigte sich ein Teil der USPD wieder mit der SPD. Der Rest ging zur KPD oder schloss sich ab 1931 der SAP an, einer weiteren Abspaltung von der SPD.

Hochburgen der USPD in Schleswig-Holstein waren Kiel, Bordesholm, Altona, Flensburg, Schleswig und Eckernförde.[1] Die wichtigsten Vertreter der USPD waren Lothar Popp und Karl Artelt - sie spielten beim Kieler Arbeiter- und Matrosenaufstand im Jahr 1918 eine maßgebliche Rolle.[2]

Zu den Mitgliedern in Kiel gehörte nach eigener Aussage von Januar 1918 bis zu seinem Wechsel nach Hamburg ein Jahr später der unbekannte Student Richard Sorge.[3]

Literatur

Siehe auch

Links

Quellen

  1. Osterroth, S. 72 f.
  2. Schulte / Weber, S. 308
  3. Deakin, F.W. / Storry, G.R.: Richard Sorge. Die Geschichte eines großen Doppelspiels (Gütersloh o.J. [1965]), S. 22-24