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Der '''Kreisverband''' ist im [[Landesverband|Landesverband Schleswig-Holstein]] die Gliederungsebene zwischen [[Ortsverein]]en und Landesverband. Er entspricht dem Unterbezirk in anderen Bundesländern.
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== Satzung ==
== Satzung ==
Laut § 8 (1) des [https://www.spd-schleswig-holstein.de/wp-content/uploads/2016/09/organisationsstatut.pdf SPD-Organisationsstatuts] gliedert sich die SPD in Ortsvereine, Unterbezirke und Bezirke.  
Laut § 8 (1) des [https://kampagne.spd.de/fileadmin/kampagne/Parteiarbeit/Gesetze_Richtlinien_Statute/SPD_Orgastatut_2022_barrierearmV2.pdf SPD-Organisationsstatuts] gliedert sich die SPD in Ortsvereine, Unterbezirke und Bezirke.  


§ 2 der aktuellen [[Landessatzung]] legt fest: "(1) Die Kreisverbände sind Unterbezirke im Sinne des Organisationsstatuts. [...] (2) Ein Kreisverband soll das Gebiet des entsprechenden politischen Kreises umfassen."
§ 2 der aktuellen [[Satzung des Landesverbandes|Landessatzung]] legt fest: "(1) Die Kreisverbände sind Unterbezirke im Sinne des Organisationsstatuts. [...] (2) Ein Kreisverband soll das Gebiet des entsprechenden politischen Kreises umfassen."
 
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== Liste der Kreisverbände ==
== Liste der Kreisverbände ==
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== Vorgeschichte ==
== Vorgeschichte ==
=== Weimarer Republik ===
Während der Weimarer Republik gab es innerhalb der Unterbezirke „Arbeitsgemeinschaften auf Kreisebene“<ref>Jacobsen, Jens Christian: ''[https://www.beirat-fuer-geschichte.de/fileadmin/pdf/band_03/Demokratische_Geschichte_Band_03_Essay17.pdf Der Stolz der Gesamtpartei?]''. In: ''[[Demokratische Geschichte]]'' 3(1988), S. 220f u. 223</ref> bzw. „Kreisarbeitsgemeinschaften“, etwa die [[Kreisverband Herzogtum Lauenburg|Kreisarbeitsgemeinschaft Herzogtum Lauenburg]], deren Vorsitzender [[H. D. Zimmer]] zur Kreiskonferenz am [[4. Januar]] [[1925]] einlud. Auf der Tagesordnung standen der Bericht der Kreistagsfraktion, die Vorbereitung der Kreistagswahlen sowie Beitrags- und andere finanzielle Regelungen.<ref>''[https://library.fes.de/luebeck/pdf/1924/1924-298.pdf Lübecker Volksbote]'', 20.12.1924, S. 6</ref> Es kann sich also nicht nur um eine unverbindliche Besprechungsebene gehandelt haben.
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=== Wiedergründung 1945 ===
=== Wiedergründung 1945 ===
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Nach der Befreiung von der Nazi-Diktatur wurden ab September [[1945]] die 21 Kreisvereine aus der Zeit der Weimarer Republik neu gegründet und in zunächst sechs [[Unterbezirk|Unterbezirken]] zusammengefasst:
Nach der Befreiung von der Nazi-Diktatur wurden ab September [[1945]] die 21 Kreisvereine aus der Zeit der Weimarer Republik neu gegründet und in zunächst sechs [[Unterbezirk|Unterbezirken]] zusammengefasst:
* 1. Unterbezirk: [[Kreisverein Südtondern|Südtondern]], [[Kreisverein Husum|Husum]], [[Kreisverein Eiderstedt|Eiderstedt]], [[Kreisverein Norderdithmarschen|Norderdithmarschen]]. Leitung: [[Paul Dölz]], [[Ortsverein Tönning|Tönning]].
* 1. Unterbezirk: [[Kreisverein Südtondern|Südtondern]], [[Kreisverein Husum|Husum]], [[Kreisverein Eiderstedt|Eiderstedt]], [[Kreisverein Norderdithmarschen|Norderdithmarschen]]. Leitung: [[Paul Dölz]], [[Ortsverein Tönning|Tönning]].
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* 4. Unterbezirk: [[Kreisverein Süderdithmarschen|Süderdithmarschen]], [[Kreisverband Pinneberg|Pinneberg]], [[Kreisverband Steinburg|Steinburg]]. Leitung: [[Erich Arp]], [[Ortsverein Elmshorn|Elmshorn]].  
* 4. Unterbezirk: [[Kreisverein Süderdithmarschen|Süderdithmarschen]], [[Kreisverband Pinneberg|Pinneberg]], [[Kreisverband Steinburg|Steinburg]]. Leitung: [[Erich Arp]], [[Ortsverein Elmshorn|Elmshorn]].  
* 5. Unterbezirk: [[Kreisverband Lübeck|Lübeck Stadt]], [[Kreisverband Stormarn|Stormarn]] und [[Kreisverband Herzogtum Lauenburg|Lauenburg]] Hier gab es zunächst keine Leitung.  
* 5. Unterbezirk: [[Kreisverband Lübeck|Lübeck Stadt]], [[Kreisverband Stormarn|Stormarn]] und [[Kreisverband Herzogtum Lauenburg|Lauenburg]] Hier gab es zunächst keine Leitung.  
* 6. Unterbezirk: [[Kreisverband Kiel|Kiel]], [[Kreisverband Neumünster|Neumünster]], [[Kreisverband Rendsburg|Rendsburg]] und [[Kreisverein Segeberg|Segeberg]]. Leitung: [[Hans Schröder]], [[Kreisverband Kiel|Kiel]]<ref>vgl. Schilf, Ulrich / Schulte, Rolf / Weber, Jürgen / Wilke, Uta: ''[http://www.beirat-fuer-geschichte.de/fileadmin/pdf/band_03/Demokratische_Geschichte_Band_03_Essay42.pdf Der Wiederaufbau der SPD nach dem Krieg]'', in: ''Demokratische Geschichte'' 3(1988), S. 548</ref>, ab [[1951]] [[Hans Oldorf]].
* 6. Unterbezirk: [[Kreisverband Kiel|Kiel]], [[Kreisverband Neumünster|Neumünster]], [[Kreisverband Rendsburg|Rendsburg]] und [[Kreisverein Segeberg|Segeberg]]. Leitung: [[Hans Schröder]], [[Kreisverband Kiel|Kiel]]<ref>Vgl. Schilf, Ulrich / Schulte, Rolf / Weber, Jürgen / Wilke, Uta: ''[http://www.beirat-fuer-geschichte.de/fileadmin/pdf/band_03/Demokratische_Geschichte_Band_03_Essay42.pdf Der Wiederaufbau der SPD nach dem Krieg]'', in: ''Demokratische Geschichte'' 3(1988), S. 548</ref>, ab [[1951]] [[Hans Oldorf]].


Dies wurde später angepasst, als die politische Struktur des neuen Bundeslandes feststand.
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== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
<references />
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[[Kategorie:Kreisverband]]
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Aktuelle Version vom 10. Juni 2025, 20:56 Uhr

Schleswig-Holstein mit den Grenzen der Kreise

Der Kreisverband ist im Landesverband Schleswig-Holstein die Gliederungsebene zwischen Ortsvereinen und Landesverband. Er entspricht dem Unterbezirk in anderen Bundesländern.

Satzung

Laut § 8 (1) des SPD-Organisationsstatuts gliedert sich die SPD in Ortsvereine, Unterbezirke und Bezirke.

§ 2 der aktuellen Landessatzung legt fest: "(1) Die Kreisverbände sind Unterbezirke im Sinne des Organisationsstatuts. [...] (2) Ein Kreisverband soll das Gebiet des entsprechenden politischen Kreises umfassen."

Hauptartikel: Organisationsaufbau der SPD


Liste der Kreisverbände

Die SPD Schleswig-Holstein ist aktuell unterteilt in 15 Kreisverbände, die den politischen Kreisen bzw. kreisfreien Städten entsprechen:

Vorgeschichte

Weimarer Republik

Während der Weimarer Republik gab es innerhalb der Unterbezirke „Arbeitsgemeinschaften auf Kreisebene“[1] bzw. „Kreisarbeitsgemeinschaften“, etwa die Kreisarbeitsgemeinschaft Herzogtum Lauenburg, deren Vorsitzender H. D. Zimmer zur Kreiskonferenz am 4. Januar 1925 einlud. Auf der Tagesordnung standen der Bericht der Kreistagsfraktion, die Vorbereitung der Kreistagswahlen sowie Beitrags- und andere finanzielle Regelungen.[2] Es kann sich also nicht nur um eine unverbindliche Besprechungsebene gehandelt haben.

An ihre Stelle traten wohl nach 1945 die Kreisvereine.

Wiedergründung 1945

Hauptartikel: Wiedergründung der SPD Schleswig-Holstein


Nach der Befreiung von der Nazi-Diktatur wurden ab September 1945 die 21 Kreisvereine aus der Zeit der Weimarer Republik neu gegründet und in zunächst sechs Unterbezirken zusammengefasst:

Dies wurde später angepasst, als die politische Struktur des neuen Bundeslandes feststand.

Kreisgebietsreform 1970

Hauptartikel: Kreisreform


In der Kreisreform der Jahre 1970 und 1974 wurde eine Reihe Kreise zu größeren Kreisen zusammengelegt. Die SPD folgte dieser Neuorganisation und passte seine Kreisverbände an. Diese Neuordnung gilt bis heute.

Einzelnachweise

  1. Jacobsen, Jens Christian: Der Stolz der Gesamtpartei?. In: Demokratische Geschichte 3(1988), S. 220f u. 223
  2. Lübecker Volksbote, 20.12.1924, S. 6
  3. Vgl. Schilf, Ulrich / Schulte, Rolf / Weber, Jürgen / Wilke, Uta: Der Wiederaufbau der SPD nach dem Krieg, in: Demokratische Geschichte 3(1988), S. 548