Gewerkschaftshaus Kiel

Legienhof
Gewerkschaftshaus Kiel
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Legienstraße 22
24105 Kiel
http://legienhof.de/

Das Gewerkschaftshaus in Kiel dient seit mehr als einhundert Jahren den Kieler Gewerkschaften und der Kieler SPD als zentrale Anlaufstelle für ihre Aktivitäten.

Finanzierung und Bau

Mit dem Anwachsen der Gewerkschaftsbewegung reichten die bis zur Jahrhundertwende üblichen Versammlungen in Gaststätten, etwa Baumanns Lokal in der Langen Reihe (später Centralhallen), immer weniger aus. Auch schätzten die viele Gastronomen diese "radikale" Kundschaft, die von der preußischen Polizei genau beobachtet wurde, nicht sonderlich und fanden Wege, ihre Räumlichkeiten zu verweigern. Andere wurden von den Behörden unter Druck gesetzt, nicht an die Sozialisten zu vermieten. Aus dieser Schwierigkeit entstand der Plan, ein Gewerkschaftshaus zu bauen. 1902 wählte das Kieler Gewerkschaftskartell eine Baukommission, die von der Auswahl und Finanzierung des Grundstücks bis zur Fertigstellung des Gebäudes alle Aufgaben übernahm.[1]

Der Grundstein für das Gewerkschaftshaus wurde am 4. Oktober 1904 an der Fährstraße gelegt. Am 26. Juli 1907 übergab es der Gewerkschaftsführer und langjährige SPD-Reichstagsabgeordnete für den Wahlkreis Kiel, Carl Legien, seiner Bestimmung. Das Haus umfasste eine Herberge für Wanderarbeiter, Büros, Versammlungsräume, eine Bibliothek und eine Gastronomie mit großem Versammlungssaal. Auch die SPD hatte hier ihr örtliches Parteibüro. Das Gewerkschaftshaus war sowohl großzügig als auch zweckmäßig ausgestattet und "galt als eines der schönsten seiner Art in ganz Deutschland"[2]. Finanziert hatten den Bau zu einem beachtlichen Teil die Gewerkschafter selbst: "Ein Teil der Baukosten war durch den Ankauf von Anteilsscheinen zum Preis von 5 Reichsmark das Stück bestritten worden - ein Werftarbeiter verdiente damals zwischen 28 und 40 Pfennige pro Stunde."[3] 120.000 Mark brachten die Arbeiter durch die Anteilsscheine selbst auf.[4]

Gewerkschaftshaus, um 1910

Die VZ machte den Zweck des Hauses deutlich:

"Das Kieler Gewerkschaftshaus soll für die Kieler Arbeiterschaft der Ort sein, an dem sie nach des Tages Arbeit Erholung und Unterhaltung, Aufklärung und Bildung finden. Aber es soll auch eine Waffenschmiede sein. Hier in diesen Räumen sollen die Waffen geschmiedet und geschärft werden, die [sic] das Kieler Proletariat für seine Kämpfe bedarf und die es nie, nie einrosten lassen wird." [5]
Gedenktafel am Kieler Gewerkschaftshaus

Bei mehreren historischen Ereignissen in Kiel stand das Gewerkschaftshaus im Mittelpunkt: So diente es während des Kieler Arbeiter- und Matrosenaufstandes 1918 dem Arbeiter- und Soldatenrat als Versammlungsort, während des Kapp-Putsches von 1920 als Hauptquartier der Verteidiger der Weimarer Demokratie, beim Metallarbeiterstreik von 1956 als Zentrum für die Streikenden. Seine Rolle beim Matrosenaufstand wurde zum 60. Jahrestag im November 1978 mit einer Gedenktafel gewürdigt:

"In diesem Haus tagte Anfang November 1918 der Kieler Arbeiter- und Soldatenrat. Er gab den entscheidenden Anstoss zur Ausrufung der ersten deutschen Republik am 9. November 1918 in Berlin".
Erinnerungsplakette an den von Albert Einstein 1920 im Gewerkschaftshaus gehaltenen Vortrag

Am 15. September 1920 sprach Albert Einstein im Gewerkschaftshaus vor tausenden Arbeitern über seine Relativitätstheorie. Die Christian-Albrechts-Universität hatte ihm keinen Raum für seine Rede geben wollen, weil er Jude war. [6][7]

1923, drei Jahre nach Carl Legiens Tod, wurde die Fährstraße umbenannt in Legienstraße.

1926 erhielt das zu klein gewordene Jugendstilgebäude in Richtung Muhliusstraße einen Anbau im markanten Stil des Backsteinexpressionismus.

Nationalsozialismus

Das Gewerkschaftshaus war bis 1933 auch Sitz der Geschäftsstelle der Kieler SPD.[8]

Bereits Anfang März 1933 drangen SA-Leute zweimal in das Gewerkschaftshaus ein, um "illegales Material sicherzustellen". Sie fanden nichts. Zuverlässige Gewerkschaftsangestellte hatten wichtige Unterlagen (z.B. Mitgliederlisten) vorsorglich bei Freunden in Privatwohnungen versteckt. Sie begingen allerdings den Fehler, sie wenige Tage später wieder zurückzubringen. Am 10. März war in der Kieler NS-Zeitung Volkskampf (VK) eine unverhohlene Drohung zu lesen:

"Das Gewerkschaftshaus ist in weitem Umkreis abgeriegelt. Schupo, Hilfspolizei [SA und "Stahlhelm"], Beamte der Kriminalpolizei. Hitler wird nicht dulden, daß volksfeindliche Kräfte ihre Versammlungshäuser als Schlupfwinkel benutzen. Die Organisation des nationalen und sozialen Verrats wird zerschlagen werden. Das Gewerkschaftshaus hat unendlich viele Räume: Ein richtiger Bonzenpalast. Gebaut von mühsam zusammengetragenem Geld deutscher Arbeiter. Die Gemeinheit und die Schändlichkeit der 14 Jahre Bonzenwirtschaft wird durch das Gewerkschaftshaus am besten dokumentiert."[9]

Am 12. März wurde der Kieler Rechtsanwalt Wilhelm Spiegel von SA-Leuten ermordet. Unter dem Vorwand, dass im Gewerkschaftshaus ein "verleumderisches" Flugblatt zu dem Mord gedruckt worden sei, wurde es am 13. März 1933 von Nationalsozialisten besetzt. Dabei fielen ihnen die zunächst geretteten Mitgliederkarteien nicht nur der Gewerkschaften, sondern auch der Kieler SPD in die Hände. Dies hatte zahlreiche Verhaftungen zur Folge.

Von den Nazis wurde das Haus in "Haus der Arbeit" umbenannt[10] und von der Deutschen Arbeitsfront (DAF) genutzt, von den Arbeitern aber, wo es möglich war, gemieden.[11]

Neubeginn nach der NS-Diktatur

Am 5. Mai 1945 ab 8:00 Uhr war Frieden in Schleswig-Holstein. Die britische Militärregierung übernahm faktisch die Macht. Am 5./6. Mai 1945[12][13] nahm ein Komitee aus ehemaligen Sozialdemokraten und Gewerkschaftsfunktionären das Gewerkschaftshaus wieder in Besitz, noch bevor britische Truppen am 7. Mai Kiel erreicht hatten.[14]

"Schon Ende April 1945 hatten sich auf Kieler Werften und in Großbetrieben Betriebsräte gebildet, in einigen Unternehmen waren von den Belegschaften Vertrauensleute gewählt worden.
Genau 12 Jahre nach der Besetzung des Gewerkschaftshauses durch die Nationalsozialisten am 2. Mai 1933 kamen am 2. Mai 1945 zahlreiche frühere Gewerkschaftsfunktionäre in ihrem ehemaligen Gerwerkschaftshaus zusammen. Schon während dieses Treffens wurde ein 'Vorbereitendes Komitee zur Bildung von freien Gewerkschaften' gewählt. Das Komitee bestand aus den SPD-Mitgliedern Friedrich Böttcher, dem ehemaligen geschäftsführenden Vorsitzenden des ADGB Kiel (bis Juni 1933), Heinrich Kähler, ehemaligem Betriebsrat der Fa. Bohn und Kähler, Max Hettner, ehemaligem Betriebsrat der Deutsche Werke AG, und Rudolf Schlarbaum (KPD), dem ehemaligen Bezirkssekretär des Landarbeiter- und Siedlerverbandes. Böttcher und Schlarbaum hatten längere Zeit in Konzentrationslagern und Zuchthäusern zubringen müssen.
Das vorbereitende Komitee erhielt den Auftrag, das Gewerkschaftshaus und die Einrichtungen der "Deutschen Arbeitsfront" zu übernehmen. Es stellte am 4. Mai 1945 fest, daß alle verantwortlichen Funktionäre der DAF das Haus verlassen hatten. Am Sonnabend, dem 5. Mai, erfolgte die Übernahme. Sämtliche Akten waren vernichtet, 'ein Inventarverzeichnis (lag) nicht vor - ebenso kein Nachweis über das Vermögen der DAF. Nur wenige wertvolle Büromaschinen wie Schreib-, Rechen- und Buchungsmaschinen wurden 'sichergestellt'. Auf dem Hofe spielten Kinder mit den Schreibmaschinen. In den Büros befanden sich fast nur leere Schreibtische und Schränke. Das Komitee bezog die Büroräume des ehemaligen Gauobmannes der DAF, Bannemann, im zweiten Stock des Gewerkschaftshauses.
Für Sonntag, den 6. Mai, hatte das vorbereitende Komitee eine Vertrauensmännerversammlung in das Gewerkschaftshaus einberufen. An dieser Eröffnungssitzung nahmen ca. 120 Vertreter aus Kieler Betrieben teil.
Nach dem Bericht Böttchers über den Vortrag betonte Heinrich Kähler, 'daß die erste Vorarbeit sein muß, in den verschiedenen Betrieben Betriebsräte zu bestellen. Es kommt hierbei darauf an, nur ganz einwandfreie Genossen als Vertrauensleute zu bestellen. Als Grundsatz muß gelten, daß in den zu wählenden Betriebsräten keine Mitglieder der NSDAP sein dürfen.
Als Hauptaufgabe für die nächsten Tage wurde angesehen, die Anerkennung der Gewerkschaften durch den englischen Militärgouverneur in Kiel zu erlangen.
Ein Antrag an den Militärgouverneur vom 16.6. kennzeichnet die 'offiziellen' Aufgaben des vorbereitenden Ausschusses:
  • Die Erfassung der schon vor dem Jahre 1933 freigewerkschaftlich organisierten Arbeiter und Angestellten
  • Die Beratung der Betriebsvertrauensleute
  • Die Mitwirkung bei der Regelung des Arbeitseinsatzes
  • Die Mithilfe bei der Erfassung früherer nationalsozialistischer Amtsträger
  • Die Betreuung der aus den Konzentrationslagern und Zuchthäusern entlassenen Insassen
Mit dem Schreiben von 12. Mai 1945 an die Militärregierung, Det. 909 in der Düppelstraße 23, bat der vorbereitende Ausschuß um das formelle Recht, die ersten gewerkschaftlichen Vorarbeiten in Kiel zu leisten.
Auf der zweiten Sitzung des Komitees am 17. Mai berichtete Heinrich Kähler allerdings, daß bisher nur der Militärgouverneur eingetroffen sei und der zivile Sektor noch nicht bearbeitet würde. Alle Versuche, mit der Alliierten Militärkommission in Fühlung zu treten, seien bisher erfolglos geblieben.
Ihre Einschätzung: 'Uns ist klar, daß die Engländer viel Zeit haben. Zunächst einmal soll die Stadt aufgeräumt werden, die öffentlichen Betriebe ihre Arbeit wieder aufnehmen, die Strom-, Wasser- und Gasversorgung muß funktionieren, das Straßenbahnnetz wieder in Ordnung gebracht werden. Die Frage der Gewerkschaftsbewegung ist den Engländern anscheinend noch nicht akut.'
Eine mündliche Zusicherung des Militärgouverneurs sollte jedoch vorliegen, daß in den Betrieben eine Betriebsversammlung geschaffen werden durfte, die mit dem Vorbereitenden Komitee in loser Verbindung stehen sollte.
Als Erfolg konnte jetzt schon verbucht werden, daß in über 45 Kieler Unternehmen eine Betriebsvertretung gebildet war, am 6. Juni waren es bereits über 60 Unternehmen. Kähler berichtet am 1. Juni, daß regelmäßig jede Woche einmal Betriebsräteversammlungen im Arbeitsamt stattfinden.
Eine wichtige Aufgabe der Arbeitnehmervertreter sollte sein, daß 'kein Nazi sich von einem zum anderen Betrieb schleichen kann.' Um 'eine einheitliche Plattform zu finden', einen 'Unterbau für die kommende Bewegung zu sichern', trafen am 1. Juni ca. 20 Vertreter der früheren Parteien SPD und KPD und der freien Gewerkschaften zusammen. Ihr allgemeines Urteil war, daß die bisherige Entwicklung enttäuschend verlaufen sei. Alle hatten eine freie Betätigung ihrer Kräfte erhofft. Deutlich wurde: 'Die alten reaktionären Kreise werden wieder lanciert.'
Nur unter Schwierigkeiten sei es gelungen, eine beabsichtigte Beschlagnahme des Gewerkschaftshauses und die Aufhebung des Komitees zu verhindern. Trotz der Ansicht des Militärgouverneurs, daß ihre Arbeit ungesetzlich sei, arbeiteten sie 'kraft ihres revolutionären Rechts' weiter.... 'Wir müssen dem Engländer beweisen, daß es ohne uns keinen neuen Aufbau in Deutschland gibt.'
Der Kreis des 1. Juni wurde der erweiterte Aktionsausschuß des vorbereitenden Komitees zur Bildung der freien Gewerkschaften. Eine Aufteilung in 5 Gruppen wurde vorgenommen:
  1. Ausschuß für Gewerkschaftsfragen. Bearbeiter: Kähler, Hettner, Schlarbaum, Friedrich Böttcher
  2. Ausschuß für Wirtschaftsfragen (Andresen). Der Ausschuß sollte zusammen mit dem Arbeitsamt Fragen der Umstellung auf Friedensproduktion, Einrichtung von Wirtschaftskammern etc. bearbeiten.
  3. Ausschuß für Personalfragen (Bearbeiter Kuklinski)
  4. Ausschuß für Frauenfragen (Bearbeiterinnen: Nielsen und Völcker). Der Ausschuß sollte das gesamte soziale Gebiet umfassen.
  5. Ausschuß für Jugendfragen (Bearbeiter Grube und Fischer)
Im Zentrum der Verhandlungen dieser Tage standen Gespräche zwischen dem Kieler Komitee und dem [noch von den Nazis eingesetzten] Oberpräsidenten Hövermann, dem Präsidenten des Landesarbeitsamtes und besonders mit dem Oberbürgermeister Emcke. Wichtigstes Thema war die Stellenneubesetzung. Allein bei der Stadtverwaltung Kiel hatte es durch die 'innere Reinigung der Betriebe' bis zum 6. Juni ca. 500 Entlassungen gegeben.
So beschloß der erweiterte Aktionsausschuß sogar am 8. Juni, für die Stellenbesetzung Richtlinien herauszugeben."[15]

Die britische Militärregierung lehnte Verhandlungen mit dem Komitee ab[16], beschlagnahmte das Gewerkschaftshaus und verbot die Gewerkschaftsaktivitäten - politische Betätigung war zu dieser Zeit noch untersagt.[17]

"Am 8. Juni 1945 wurde dem Militärgouverneur erneut vom vorbereitenden Komitee ein formeller Antrag auf Zustimmung zur Bildung der Gewerkschaft überbracht. Einen Tag später, am Sonnabend, dem 9. Juni, wurden die bisher benutzen Räume des Gewerkschaftshauses von der 312. Brigade beschlagnahmt und der Zutritt für die Gewerkschafter verboten. Das Haus wurde nun 'Empire-Haus' genannt, im großen Saal fanden für Engländer Filmvorführungen und andere Veranstaltungen statt.
Den Komiteemitgliedern wurde durch den Oberbürgermeister im Auftrag der Militärregierung mitgeteilt, daß sie ihre Arbeit einzustellen hätten. Die Anordnung war vom übergeordneten Bezirksgouverneur erlassen worden.
Offiziell wurde die Arbeit des Ausschusses auch eingestellt. Unabhängig davon wurde jedoch das Büro in das Kieler Arbeitsamt am Wilhelmplatz verlegt. Die Betriebsratsarbeit war von der Anordnung nicht berührt.
Bestärkt wurde das Komitee durch die Veröffentlichung einer englischen Regierungserklärung im Kieler Nachrichtenblatt Nr. 4 vom 7. Juni 1945, wonach der britische Kriegsminister Grigg betonte, daß die englische Regierung der Bildung und gesetzmäßigen Betätigung freier deutscher Gewerkschaften nichts in den Weg legte."[18]

Erst am 1. Mai 1947 konnten die Kieler Gewerkschaften ihr Haus wieder übernehmen, wenn auch zu einem hohen Preis. Sie kauften das von ihren Mitgliedern bezahlte Haus für 423.000 Reichsmark von der Stadt Kiel zurück, die es während der Nazizeit ersteigert hatte. Das Ergebnis war es wert:

"Während der Rede des Oberbürgermeisters Andreas Gayk schlugen Maurer die Naziinschrift "Haus der Arbeit" und die Hakenkreuze ab und der alte Name Gewerkschaftshaus wurde wieder angebracht."[19]

Brand 1975

Blick in den Hinterhof, nachts

In den Räumen des ehemaligen Reichshallen-Kinos im Gewerkschaftshaus befand sich seit den 1960er Jahren das Teppichgeschäft "Teppichstraße". In der Nacht vom 7. auf den 8. April 1975 brach dort ein Feuer aus, das rasch auf die umliegenden Gebäude übergriff. Dabei wurden auch die Gaststätte Legienhof und das Gewerkschaftshaus in der Legienstraße schwer beschädigt.

Erweiterung 1978

Richtfest am 26. April 1975

Am 26. April 1978 feierten die Gewerkschaften Richtfest für den Erweiterungsbau des Gewerkschaftshauses im Hof nach der Zerstörung durch den Großbrand im April 1975.

Heute

Metallplastik "Das Band der Solidarität", gestiftet vom DGB-Fortbildungswerk, aufgestellt im Innenhof des Gewerkschaftshauses 1982

Im Gewerkschaftshaus haben heute der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und zahlreiche seiner Einzelgewerkschaften ihren Sitz. Auch für die Kieler SPD bildet es bis heute einen selbstverständlichen Treffpunkt, in dem Kreisvorstand, Kreisausschuss und Arbeitskreise tagen und viele öffentliche Veranstaltungen stattfinden, etwa Kreisparteitage, Wahlkundgebungen oder 2013 die Feier mit Sigmar Gabriel zum bundesweiten Auftakt des 150jährigen Parteijubiläums.

Nach 100 Jahren wurde das Haus bis 2011 aufwendig saniert und renoviert. Seitdem werden nicht nur mit dem Garbesaal, dem Andreas-Gayk-Saal und dem Otto-Brenner-Zimmer herausragende Gewerkschafter geehrt, sondern mit dem Emma-Sorgenfrei-Forum im Erdgeschoss auch eine Genossin und Gewerkschafterin aus ärmsten Verhältnissen, die sich zeit ihres Lebens energisch für Bildungsarbeit und gewerkschaftliche Organisation einsetzte.

Gastronomie

Die Gaststätte im Gewerkschaftshaus heißt "Legienhof" nach der Legienstraße. Oft wird auch das ganze Haus als "Legienhof" bezeichnet.

Fotos

Literatur & Links

  • Rolf Fischer: "Mit uns die neue Zeit!" Kiels Sozialdemokratie im Kaiserreich und in der Revolution (Geschichte der Kieler Sozialdemokratie Band 2, 1900-1920. Kiel 2013
  • Karl-Heinz Köpke: Zur Geschichte des Kieler Gewerkschaftshauses, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte 79 (1995-1999), S. 277-288
  • Detlef Korte / Holger Malterer: Das Kieler Gewerkschaftshaus in Nazihand, Demokratische Geschichte 3(1988)
  • Bruno Verdieck / Gewerkschaftshaus Kiel GmbH (Hrsg.): Unser Haus (Kiel 1957)
  • Homepage: Gewerkschaftshaus Kiel

Quellen

  1. Rolf Fischer: "Mit uns die neue Zeit!" Kiels Sozialdemokratie im Kaiserreich und in der Revolution (Geschichte der Kieler Sozialdemokratie Band 2, 1900-1920. Kiel 2013), S. 17 f.
  2. Korte/Malterer, Gewerkschaftshaus, S. 515
  3. Korte/Malterer, Gewerkschaftshaus, S. 515
  4. 100 Jahre Gewerkschaftshaus Kiel: Geschichte
  5. Schleswig-Holsteinische Volkszeitung, 28.7.1907, zit. in Korte/Malterer, Gewerkschaftshaus, S. 515
  6. Warum Kiel Albert Einstein nach 95 Jahren ehrt, shz.de, 15.9.2015
  7. Einstein war relativ gern in Kiel, Kieler Nachrichten, 15.9.2015
  8. Holger Martens: SPD in Schleswig-Holstein 1945-1959 (Malente 1998), S. 26
  9. Korte/Malterer, Gewerkschaftshaus, S. 516 ff.
  10. Klatt, Inga / Peters, Horst: Kiel 1933. Dokumentation zur Erinnerung an den 50. Jahrestag der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Kiel (Hrsg. Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft, Kiel 1983)
  11. Korte/Malterer, Gewerkschaftshaus, S. 516 ff.
  12. Holger Martens: SPD in Schleswig-Holstein 1945-1959. Malente 1998, S. 26
  13. SPD Kiel (Hrsg.): Kiel im Mai 1945 - Hell aus dem dunklen Vergangenen leuchtet die Zukunft empor (Kiel 1985)
  14. Korte/Malterer, Gewerkschaftshaus, S. 520
  15. SPD Kiel (Hrsg.): Kiel im Mai 1945 - Hell aus dem dunklen Vergangenen leuchtet die Zukunft empor (Kiel 1985)
  16. SPD Kiel (Hrsg.): Kiel im Mai 1945 - Hell aus dem dunklen Vergangenen leuchtet die Zukunft empor (Kiel 1985)
  17. Holger Martens: SPD in Schleswig-Holstein 1945-1959 (Malente 1998), S. 33
  18. SPD Kiel (Hrsg.): Kiel im Mai 1945 - Hell aus dem dunklen Vergangenen leuchtet die Zukunft empor (Kiel 1985)
  19. Korte/Malterer, Gewerkschaftshaus, S. 520