Ortsverein Schenefeld (Pinneberg)

Der Ortsverein Schenefeld ist eine Gliederung des Kreisverbandes Pinneberg. Seine Geschichte hat der Ortsverein in einer umfangreichen Ausstellung dokumentiert.

Gründung

Am 3. Juli 1907 trafen sich 51 Männer im Lokal von W. Timm, der "Friedenseiche", und hielten eine Mitgliederversammlung ab, auf der der Sozialdemokratische Centralverein für den 6. Schleswig-Holsteinischen Wahlkreis Ortsverein Schenefeld und Umgebung gegründet wurde.

Vorstände

Zeit Vorsitz Stellvertretung Kasse Schriftführung Weitere
seit 12.9.2018 Hans-Jacob Goßler Ursula Kriete Peter Schmidt ? Heinz-Harald Brockmann, Brigitte Daum, Jens Fechner, Kai Harders, Willy Matzen, Ingo Meier, Reimer Schlegel. Gerhard Manthei zum Ehrenvorsitzenden gewählt.
7.4.2017-2018 Gerhard Manthei Ursula Kriete Peter Schmidt Hans-Jacob Goßler Heinz-Harald Brockmann, Brigitte Daum, Jens Fechner, Kai Harders, Willy Matzen, Ingo Meier, Reimer Schlegel
2015-2017 Gerhard Manthei Ingo Meier Peter Schmidt Hans-Jacob Goßler Heinz-Harald Brockmann, Jens Fechner, Hartmut Gülck, Kai Harders, Ursula Kriete, Willy Matzen, Reimer Schlegel
2013-2015 Gerhard Manthei Ingo Meier Peter Schmidt Hans-Jacob Goßler Heinz-Harald Brockmann, Jens Fechner, Frank Grünberg, Hartmut Gülck, Kai Harders, Ursula Kriete, Willy Matzen, Reimer Schlegel
2007-2013 Gerhard Manthei ? ? ? ?
1997-2007 Ingobert Hentschel ? ? ? Gerhard Manthei (ab 2000)
1994-1997 Melanie Stenzel ? ? ? ?
1988-1994 Peter Schmidt ? ? ? ?
1984-1988 Astrid Mädel ? ? ? ?
1980-1984 Horst Baumann ? ? ? ?
1978-1980? Uwe Schuldt ? ? ? ?
?-1978 Willi Piecyk ? ? ? ?
vor 1978 Wilma Grotehusmann ? ? ? ?
um 1974 Rolf Eigenwald ? ? ? ?
um 1970 Horst Fürstenau ? ? ? ?
vor 1951-nach 1966 Albert Schröder ? ? ? ?

Erster Vorstand

Jahr Vorsitz Kasse Schriftführung Weitere
1907 A. Großmann, Cigarrenarbeiter Franz Lüdemann, Maurer H. Lüdemann, Zimmerer P. Meyer, Musiker und Joh. Kudenholt, Maurer

Kommunalpolitik

Schon 1911 zog mit Hinrich Petersen der erste Sozialdemokrat in die Schenefelder Gemeindevertretung ein. Seitdem hat die Schenefelder SPD an allen demokratisch legitimierten Wahlen in Schenefeld teilgenommen und ist mit der Entwicklung des Schenefelder Gemeinwesens eng verzahnt.

Die Gemeindevorsteher und Bürgermeister wurden bis 1950 (außer 1933 bis 1945) aus den Reihen der Gemeindevertretung gewählt, leiteten deren Sitzungen und führten die Gemeindeverwaltung ehrenamtlich. Seit 1950 arbeiten Schenefelds Bürgermeister/-innen hauptamtlich. Bis 1998 wurden sie von der Gemeindevertretung / Ratsversammlung gewählt, seitdem direkt von der Schenefelder Bevölkerung.

Mit der Einführung der Hauptamtlichkeit wurde 1950 das Amt des Bürgervorstehers neu geschaffen. Er oder sie wird aus den Reihen der Abgeordneten gewählt, leitet die Sitzungen der Ratsversammlung und vertritt diese nach außen. Vorschlagsberechtigt ist die stärkste Fraktion in der Ratsversammlung.

Bürgermeister / Bürgervorsteher

Seit 1945 stellte die SPD folgende Bürgermeister/-innen und Bürgervorsteher/-innen.

Amtszeit Bürgermeister/-in Bürgervorsteher/-in
seit 2008 Gudrun Bichowski
seit 2005 Christiane Küchenhof
1994-2003 Albert Burs
1990-1994 Albert Burs Hannelore Schuldt
1988-1990 Albert Burs
1986-1988 Albert Burs
1979-1985 Albert Burs
1973-1974 Walter Kaehlert
1970-1973 Karl-Heinz Thron Walter Kaehlert
1968-1970 Karl-Heinz Thron
1967-1968 Karl-Heinz Thron Albert Schröder (wieder ab 1967)
1962-1966 Karl-Heinz Thron Albert Schröder
1955-1962 Richard Döterling Albert Schröder
1951-1955 Richard Döterling
1950-1951 Richard Döterling Albert Schröder
1946-1950 Albert Schröder
1945-1946 Paul Hertrich

Wahlergebnisse

Kaiserreich

Am 31. März 1911 trat zum ersten Mal in einer turnusmäßigen Ergänzungswahl ein Mitglied der SPD offen zur Wahl um ein Mandat in der Gemeindevertretung an.

Gewählt wurde Hinrich Petersen mit 51,5 % (52 Stimmen) der abgegebenen Stimmen gegen seine Mitbewerber, die 44,6 % (45 Stimmen) bzw. 3,9 % (4 Stimmen) erhielten.

In der Ergänzungswahl am 6. März 1913 siegte Franz Lüdemann mit 52,9 % (55 Stimmen) gegen 47,1 % (49 Stimmen).

Weimarer Republik

Mit dem Ende des Kaiserreichs und der Ausrufung der Republik 1918 änderte sich auch das Wahlrecht grundlegend. Die Mitglieder der Gemeindevertretung wurden nun in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählt. Die Gemeindevertretung bestand aus 9 Abgeordneten

Datum Stimmen Prozent Sitze
12. März 1933 344 30,3 % 3
17. November 1929 354 49,2 % 4
4. Mai 1924 227 46,0 % 3
2. März 1919 303 59,8 % 6

Nachkriegszeit und Bundesrepublik

Am 4. Dezember 1945 ernannte die Britische Militärregierung eine Gemeindevertretung mit 17 Mitgliedern, davon 10 Vertreter der SPD, 3 der KPD und 4 parteilose Bürgerliche. Am 14. Januar 1946 rückt ein weiteres SPD-Mitglied für einen ausgeschiedenen KPD-Abgeordneten nach.

Datum Stimmen Prozent Sitze/Gesamtsitze
6. Mai 2018 1.597 27,0 % 7/27
26. Mai 2013 1.790 29,7 % 9/29
25. Mai 2008 2.346 39,8 % 11/27
2. März 2003 1.935 28,3 % 9/32
22. März 1998 3.026 41,1 % 12/27
20. März 1994 2.711 34,3 % 12/31
25. März 1990 3.387 43,4 % 12/27
2. März 1986 3.218 44,0 % 12/27
7. März 1982 2.977 38,7 % 11/28
5. März 1978 3.148 40,3 % 11/27
24. März 1974 2.626 31,9 % 9/28
26. April 1970 3.275 47,1 % 13/27
13. März 1966 1.883 36,9 % 9/23
11. März 1962 3.037 43,0 % 8/19
25. Oktober 1959 2.626 47,6 % 9/19
24. April 1955 2.073 47,4 % 9/19
29. April 1951 2.597 26,4 % 4/17
24. Oktober 1948 1.977 50,2 % 8/14
15. September 1946 4.275 39,8 % 10/15

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