Zitate

Aus SPD Geschichtswerkstatt
Wechseln zu: Navigation, Suche

Bildung

  • "Es ist kein Kunststück, die Entwicklung einer Gesamtschule einfach mit Mehrheit zu beschließen. Das Kunststück besteht darin, sie so durchzusetzen, daß die Menschen hinterher eine zweite Gesamtschule fordern."[1] - Gerd Walter, 1988
  • "In keinem anderen Gebiet der Politik - nicht einmal in dem der Landwirtschaft - tummeln sich ideologisch verbrämte Standesinteressen so ungeniert, wird so provinziell argumentiert und die Entwicklung im Ausland so sträflich ignoriert wie in der Bildungspolitik."[2] - Wilhelm Käber

CDU

DDR

  • "Im realen Sozialismus ist alles real, außer der Sozialismus" - Jochen Steffen

Deutschland

  • "Ein guter Deutscher kann kein Nationalist sein. Wer Deutschland liebt, darf den Verstand nicht auf Urlaub schicken, sondern muß sich um Weltoffenheit und Fortschritt bemühen und muß mithelfen am Vaterland der Liebe und Gerechtigkeit, von dem schon August Bebel sprach."[4] - Willy Brandt, 1969

Demokratie

  • "Die Demokratie ist nicht nur ein taktisches Mittel, um zum Sozialismus zu gelangen, sie ist Teil des Zieles, für das wir kämpfen."[5] - Otto Tschadek
  • "Wir können einen nochmaligen Weg in die Verdammnis und Barbarei, in einen Totalitarismus, gleich welcher Art, nur verhindern, wenn auch der einzelne Mensch davon überzeugt ist und dahingehend wirkt, dass nur in der Demokratie, in einem Bekennen und einer Mitarbeit an den öffentlichen Angelegenheiten unsere Zukunft gesichert ist. Von jeder Diktatur trennt uns eine Welt."[6] - Max Kukil

Europa

  • "Wir wünschen ein Europa, in dem nicht der Wille des Stärksten gilt, sondern das stärkste Argument, von wem immer es vorgebracht wird." - Bundeskanzler Willy Brandt, 1970

Frieden

  • "Im Frieden leben erfordert nicht große Worte, sondern viele kleine Schritte." - Egon Bahr

Gesellschaft

  • "Gesellschaftlicher Fortschritt ist selten ein Geschenk von oben, sondern fast immer das Ergebnis des Drucks von unten."[7] - Parteitagsbeschluss 1967
  • "Wer, aus welchen Gründen auch immer, auf Aufrichtigkeit gegenüber den Menschen verzichtet, legt nach meiner festen Überzeugung die Axt an die Wurzel einer freiheitlichen, auf Vernunft, Einsicht und Diskussion gegründeten Gesellschaftsordnung." - Jochen Steffen

Lebenshilfe

  • "Wo Zivilcourage keine Heimat hat, reicht die Freiheit nicht weit." - Willy Brandt
  • "Viel Spaß, und macht keinen Scheiß."[8] - Ministerpräsidentin Heide Simonis zur Eröffnung der Kieler Woche 1996
  • "Wenn Du immer nur tust, was Du schon kannst, wirst Du immer bleiben, was Du bist."[9] - Heide Simonis

Partei

  • "Mit Bier und Schnaps haben wir die Partei aufgebaut, mit ihrem Milchgeschlürfe machen die Jüngeren sie wieder kaputt!"[10] - Gustav Garbe
  • "Die Partei, die hundertprozentig meinen Vorstellungen entsprach, hätte wahrscheinlich nur aus mir selbst bestanden." - Hans-Jochen Vogel
  • "Selbst bei einer absoluten Mehrheit ist es Aufgabe der Partei, weiter zu denken, als die Regierung handeln kann. Ist die Regierung zufrieden mit der Partei, dann hat die Partei nicht weit genug gedacht" - Egon Bahr
  • "Politik ist Mannschaftskampf."[11] - Gustav Heinemann
  • "Es hat keinen Sinn, eine Mehrheit für die Sozialdemokraten zu erringen, wenn der Preis dafür ist, kein Sozialdemokrat mehr zu sein." - Willy Brandt[12]
  • "Die Sozialdemokratie muss konkret werden, oder es wird sie eines Tages konkret nicht mehr geben." - Jochen Steffen[13]

Persönliches

  • "Die Leute, die mich lieben, behaupten, ich sei aktiv und ginge ran. Und auch wer mich hasst, meint zumindest, ich wäre ein aktives Biest.[14] - Heide Simonis

Politik

  • "Was denn, bitte, [ist] wirklich neu oder originell in der Politik? Die große politische Leistung [besteht] zumeist nicht im Produzieren neuer Ideen, sondern in der beharrlichen Verfolgung und Durchsetzung dessen, was schon lange als vernünftig und notwendig, aber leider als nicht oder kaum durchsetzbar galt."[15] - Karl Rickers
  • "Eine Partei, deren unmittelbares Ziel nicht die Eroberung der politischen Macht im Staate ist, um die wirklichkeitsnahen Ziele ihrer Wähler zu verwirklichen, eine solche Partei zieht sich auf das politische Altenteil zurück, sie gibt sich im Grunde selber auf." - Andreas Gayk, Politisches Testament (1954)
  • "Gute Moralisten waren noch immer schlechte Politiker."[16] - Andreas Gayk
  • "Es ist nicht sicher, ob es besser wird, wenn es anders wird, aber es muß anders werden, wenn es besser werden soll." - Björn Engholm
  • "Das Ziel unserer Arbeit ist ein wahrhaft demokratisches Deutschland, das bis zum letzten Bürger in seinem Denken und Handeln durch den Geist der Friedfertigkeit, der Toleranz und freien Menschlichkeit sich leiten läßt." - Hermann Lüdemann, Antrittsrede als Ministerpräsident am 8. Mai 1947
  • "Erfolge als Ergebnis schwerer und erbitterter Kämpfe schrumpfen im Laufe der Jahre umso mehr, als sie geschichtlich notwendige Entwicklungen darstellen und gewissermaßen selbstverständlich konsumierte Errungenschaften gebracht haben"[17] - Egon Bahr, 1988

Politiker

  • "Seggt he wat oder geiht em blots dat Muul?" ("Sagt er etwas oder bewegt er nur den Mund?") - Andreas Gayk in seiner plattdeutschen Muttersprache über politische Schaumschläger[18]
  • "Ich plädiere dafür, dass SPD-Politiker mit den Wählern so schonungslos offen sprechen, wie sie das untereinander beim Bier tun." - Jochen Steffen[19]

Wirtschaft

  • "Die Menschen sind nicht dazu da, ein wirtschaftliches System mit seinen Eliten und Privilegien zu verteidigen, das uns in die Krise sehenden Auges torkeln ließ und die nächste Krise vorbereitet" - Jochen Steffen, Krisenmanagement oder Politik (1974)
  • "Wirtschaftlich gesehen ist das Land nichts weiter als ein Wurmfortsatz der Hamburger Lombardsbrücke" - Hermann Lüdemann über Schleswig-Holstein[20]

Wohnen

  • "Der Bau humaner Städte und angemessene Wohnbedingungen für alle Bürger ohne Unterschied, dafür werden wir uns auch in der Zukunft so einsetzen, wie wir es in der Vergangenheit getan haben." - Lauritz Lauritzen, 1972

Quelle

  1. SPD-Chef rät Engholm zu behutsamer Reformpolitik, Kieler Nachrichten, 11.6.1988
  2. Lubowitz, Frank: Wilhelm Käber - Regierung und Opposition (Kiel 1986) ISBN 3-89029-906-7
  3. Angesichts meiner seelischen Belastung, DER SPIEGEL, 3.12.1979
  4. Willy Brandt, Festrede zur Eröffnung des Archivs der sozialen Demokratie, 6.6.1969
  5. Martens, Holger: SPD in Schleswig-Holstein 1945-1959 (Malente 1998), S. 37
  6. Kukil, Max: Von jeder Diktatur trennt uns eine Welt, Ansprache des Kuratoriumsmitglieds der Stiftung "Hilfswerk 20. Juli 1944", Max Kukil, am 19. Juli 1957 in der Gedenkstätte Plötzensee, Berlin
  7. SPD Schleswig-Holstein (Hrsg.) Politik und Organisation - Jahresberichte 1967/68
  8. In verschiedenen Zeitungen unterschiedlich zitiert, aber über die letzten drei Wörter sind sich alle einig. Der freundliche Ratschlag zog nahezu hysterische Reaktionen in Presse und einem Teil der Öffentlichkeit nach sich.
  9. heide-simonis.de Ernennung zur Ehrenbürgerin des Landes Schleswig-Holstein
  10. Witte, Albert Arbeiter-Jugend in Kiel, 1919-1925 in: Demokratische Geschichte 4
  11. Sendung Zu Protokoll vom 3.11.1968: Günter Gaus im Gespräch mit Gustav Heinemann
  12. Brandt zugeschrieben, vielfach zitiert, aber bisher nicht belegbar (vgl. Diskussion:Zitate).
  13. Lienhard, Richard: Die Sozialdemokratie muss konkret werden In: Profil: sozialdemokratische Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur, Volume 59 (1980)
  14. heide-simonis.de "Flott davor
  15. Karl Rickers#Stimmen gegenüber Gerd Gründler
  16. Andreas Gayk, Leitartikel in der VZ vom 12.8.1932, zit. in: Jürgen Weber / Uwe Danker: Andreas Gayk 1893 - 1954 (Kiel 1993)
  17. Bahr, Egon: Frieden und Entspannung - Tradition im besten Sinn, In: Demokratische Geschichte 3(1988)
  18. Zitiert bei Gerhard E. Gründler, Version vom 9.4.2009
  19. Nebelspalter: das Humor- und Satire-Magazin, Volume 94 (1968), Seite 43
  20. Ungefähres Gegenteil, DER SPIEGEL, 19.4.1971