Ortsverein Wik: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Ortsverein Wik''' war eine Gliederung im [[Kreisverband Kiel]]. Das Gründungsjahr steht bisher nicht fest, aber es ist belegt, dass sich im Februar [[1894]] in der Wik<ref>Die Presse verwendete in der Frühzeit häufig auch die Schreibweise „Wiek“.</ref> ein Arbeiterverein gründete.  
Der '''Ortsverein Wik''' ist eine Gliederung des [[Kreisverband Kiel|Kreisverbandes Kiel]].


==Geschichte==
Ab [[2023]] war [[Sören Stein]] Vorsitzender. Am [[22. März]] [[2025]] schloss sich der Ortsverein mit dem [[Ortsverein Kiel-Steenbek/Projensdorf]] zum [[Ortsverein Kiel-Wik-Projensdorf]] zusammen.
===Wiedergründung===
<div style="width:65%; float:left; text-align:justify">
Anfang [[1945]] begannen die alten Sozialdemokraten sich in "[[Stubenzirkel|Stubenzirkeln]]" Gedanken über die Zukunft der SPD nach dem Ende der Nazi-Herrschaft zu machen. Einer dieser Zirkel traf sich im Haus von [[Emil Bandholz]] in der Tonderner Straße 11. Dort wurde später im Jahr der Distrikt (später Ortsverein) Wik gegründet.<ref>SPD Kiel (Hrsg.): ''Kiel im Mai 1945 - Hell aus dem dunklen Vergangenen leuchtet die Zukunft empor'' (Kiel 1985) - Emil Bandholz spricht vom "Tondernweg", den es nicht gibt. Offenbar ist die Tonderner Straße gemeint.</ref>[[Datei:Wik-für-engholm_aufkleber_1988.jpg|200px|thumb|right|Aufkleber OV Wik zur Landtagswahl 1988]]
 
== Geschichte ==
Schon [[1892]] gab es wohl in der Wik Sozialdemokraten. [[Friedrich Brodthuhn]] nahm für den Ort am [[Provinzialparteitag 1892, Kiel|Provinzialparteitag]] teil.<ref>''Hamburger Echo'', 14.12.1892, S. 7</ref> Wahrscheinlich waren es nur eine Handvoll Sozialdemokraten in der damals noch eigenständigen Gemeinde, die in ihrer Versammlung einen bekannten Kieler als Delegierten auserkoren.
 
Am [[22. Juli]] [[1893]] sprach [[Martha Rohrlack]] aus Berlin<ref>Martha Rohrlack-Tietz, ab etwa 1892 bekannte Agitatorin. Keine weiteren Informationen.</ref> während einer Agitationsreise durch Schleswig-Holstein auch in der Wik über das Thema ''Die Frau und der Sozialismus''.<ref>''[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_18940725/page/3 Kiel]'', ''Hamburger Echo'', 25.7.1894, Seite 3</ref>
 
[[Datei:1894 03 08 Vorwärts Nr 56.png|thumb|left|200px|Der ''Vorwärts'' meldet die Gründung eines Arbeitervereins in der Wik]]Die Wik wurde [[1893]] nach Kiel eingemeindet. Durch eine Meldung im ''Vorwärts'' vom [[8. März]] [[1894]] (vgl. links) ist die Gründung eines dortigen Arbeitervereins im Februar [[1894]] belegt. Die Gründung fand nach einer Versammlung mit [[Carl Legien]] statt, der aus dem Reichstag berichtete. Schon ein Jahr später hatte der Verein 33 Mitglieder.<ref>''Hamburger Echo'', 22.8.1895</ref> 
 
[[1897]] war die Mitgliederzahl auf 20 gesunken; trotzdem wurden 14,30 Mark für die Wahlkreiskasse gesammelt.<ref>''[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_18971023/page/3 Hamburger Echo]'', 23.10.1897</ref> [[1898]] nannte er sich wohl schon ''sozialdemokratischer Verein'' (als einer von zehn im Wahlkreis); er hatte im April 30 und im August 40 Mitglieder.<ref>Bericht von der Konferenz des 7. Reichstagswahlkreises, ''Hamburger Echo'', 30.8.1898, S. 3</ref> Ein Delegierter nahm an der Wahlkreiskonferenz teil.<ref>''Hamburger Echo'', 26.4.1898</ref>
Vermutlich existierte der Wiker Verein keine zehn Jahre lang. [[1902]] muss es ihn noch gegeben haben; in einer Aufzählung der Kandidaten für die Stadtverordnetenwahl<ref>''Hamburger Echo'', 17.10.1902, S. 6</ref> ist ''[[Eduard Adler|Adler-Wik]]'' aufgelistet.<ref>Der Zusatz, der ähnlich auch für Gaarden erschien, bezeichnete wohl den Ortsverein.</ref> [[Eduard Adler]], der im selben Jahr in die Prinz-Heinrich-Straße gezogen war, unterlag gegen den bürgerlichen Kandidaten.<ref>''Hamburger Echo'', 7.11.1902</ref>  Auch wurde der Ortsverein Wik [[1905]] nicht mehr als Teil des Wahlkreiszentralvereins genannt. Vermutlich hatte er sich also dem [[Sozialdemokratischer Verein Groß-Kiel|Sozialdemokratischen Verein Kiel und Umgegend]] angeschlossen und bildete dort einen eigenen Bezirk.
 
Die Wik gehörte ab [[1911]] dem neu geschaffenen Distrikt Nord an.
 
== Neugründung ==
[[Datei:Traditionsfahne OV Kiel-Wik.jpg|thumb|150px|right|Traditionsfahne des Ortsvereins]]
Anfang [[1945]] begannen die alten Sozialdemokraten sich in "[[Stubenzirkel|Stubenzirkeln]]" Gedanken über die Zukunft der SPD nach dem Ende der Nazi-Herrschaft zu machen. Einer dieser Zirkel traf sich im Haus von [[Emil Bandholz]] in der Tonderner Straße 11. Dort wurde später im Jahr der Distrikt (heute Ortsverein) Wik gegründet.<ref>SPD Kiel (Hrsg.): ''Kiel im Mai 1945 - Hell aus dem dunklen Vergangenen leuchtet die Zukunft empor'' (Kiel 1985) - Emil Bandholz spricht vom "Tondernweg", den es nicht gibt. Offenbar ist die Tonderner Straße gemeint.</ref>


Am [[21. Dezember]] [[1946]] richtete der Distrikt in Verbindung mit der [[Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Kiel|Arbeiterwohlfahrt]] in der Großgaststätte Müller eine Weihnachtsfeier für 500 Kinder aus.<ref>''Der Weihnachtsmann in der Wik'', ''[[VZ]]'', 24.12.1946</ref>
Am [[21. Dezember]] [[1946]] richtete der Distrikt in Verbindung mit der [[Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Kiel|Arbeiterwohlfahrt]] in der Großgaststätte Müller eine Weihnachtsfeier für 500 Kinder aus.<ref>''Der Weihnachtsmann in der Wik'', ''[[VZ]]'', 24.12.1946</ref>


===70er Jahre===
===70er Jahre===
[[Datei:Flyer_OV-Wik_1987.jpg|200px|thumb|left|Flyer OV Wik 1987]]Im September [[1970]] sprach sich der Ortsverein für die Landtagskandidatur von [[Karl-Heinz Luckhardt]] aus - obwohl dessen Gegenkandidat, der amtierende Landtagsabgeordnete [[Alfred Prezewowsky]], Mitglied in der Wik war. Man wünschte sich für ihn, dass er "auf der Landesliste gut placiert werden" würde.<ref>''Luckhardt setzte sich durch'', ''Kieler Nachrichten'', 21.9.1970</ref>  
Im September [[1970]] sprach sich der Ortsverein für die Landtagskandidatur von [[Karl-Heinz Luckhardt]] aus - obwohl dessen Gegenkandidat, der amtierende Landtagsabgeordnete [[Alfred Prezewowsky]], Mitglied in der Wik war. Man wünschte sich für ihn, dass er "auf der Landesliste gut placiert werden" würde.<ref>''Luckhardt setzte sich durch'', ''Kieler Nachrichten'', 21.9.1970</ref>  


Im Januar [[1972]] wurde der [[Ortsverein Steenbek-Projensdorf]] im Zuge einer Organisationsreform vom OV Wik abgetrennt. Grund dafür war, dass "beide Stadtteile bevölkerungsmäßig stark zugenommen" hätten, teilte die SPD mit.<ref>''SPD Wik teilte sich'', ''Kieler Nachrichten'', 25.1.1972</ref> Den Vorsitz in der Wik behielt [[Joachim Hall]].
Im Januar [[1972]] wurde der [[Ortsverein Steenbek-Projensdorf]] im Zuge einer Organisationsreform vom OV Wik abgetrennt. Grund dafür war, dass "beide Stadtteile bevölkerungsmäßig stark zugenommen" hätten, teilte die SPD mit.<ref>''SPD Wik teilte sich'', ''Kieler Nachrichten'', 25.1.1972</ref> Den Vorsitz in der Wik behielt [[Joachim Hall]].


===80er Jahre===
===80er Jahre===
[[Datei:Traditionsfahne OV Kiel-Wik.jpg|thumb|200px|right|Traditionsfahne des Ortsvereins]]In der Kneipe "Bei Hinni", Holtenauer Str 242, wurde jeden Sonntag morgens die ''[[Zeitung am Sonntag]]'' (ZAS) abgegeben und für die Verteiler im Stadtteil aufgeteilt. Der OV-Vorsitzende hatte daher einen Schlüssel für die Gaststätte.
[[Datei:Wik-für-engholm_aufkleber_1988.jpg|200px|thumb|left|Aufkleber OV Wik zur Landtagswahl 1988]][[Datei:Flyer_OV-Wik_1987.jpg|200px|thumb|right|Flyer OV Wik 1987]]Die Wik zeigte im Wahlkampf zur [[Landtagswahl 1988]] deutlich Flagge für ihren Landesvorsitzenden. In der Kneipe "Bei Hinni", Holtenauer Str 242, wurde jeden Sonntag morgens die ''[[Zeitung am Sonntag]]'' (ZAS) abgegeben und für die Verteiler im Stadtteil aufgeteilt. Der OV-Vorsitzende hatte daher einen Schlüssel für die Gaststätte.
 
 
 


==Kommunalpolitik==
Seit Anfang der 2000er Jahre pflegt die SPD in der Wik die Tradition des Aschermittwochs-Matjesessens, bei dem es neben Matjes immer eine politische Aschermittwochsrede gibt. Redner waren in der Vergangenheit u.a. [[Bernd Heinemann]], [[Hans-Peter Bartels]], [[Rolf Fischer]], [[Ulf Kämpfer]], [[Wolfgang Röttgers]], Björn Högsdal. [[2025]] trug [[Anemone Helbig|Volkmar Helbig]] Lieder des Kabarettisten und Chansonniers Georg Kreisler vor.
===Ratsmitglieder===
*[[2003]]-[[2018]] - [[Ingrid Lietzow]] (mit kurzer Unterbrechung)
*[[1993]]-[[2003]] - [[Karin Halbe]]
*[[1968]]-[[1974]] - [[Gerda Kade]]
*[[1971]]-[[1976]] - [[Heide Simonis]]<ref>''Unzumutbare Zustände'', ''Kieler Nachrichten'', 31.3.1973</ref>


===Ortsbeirat===
===Ortsbeirat===
*ab Mai [[2014]] - [[Ulrike Pollakowski]] (Vorsitzende seit September [[2016]])
Wenige OBR-Mitglieder bleiben die gesamte Wahlperiode beteiligt. Die Zahl der Namen stimmt daher nicht mit der Zahl der Sitze in der jeweiligen Periode überein.<ref>Landeshauptstadt Kiel: [https://www.kiel.de/de/politik_verwaltung/ratsversammlung/infosystem/gr020?GRLFDNR=25 Infosystem Kommunalpolitik: Ortsbeirat Wik], abgerufen 28.3.2025. Dessen Angaben sind vor 2013 unvollständig.</ref>
*[[2010]]-[[2013]] - [[Antje Möller-Neustock]] (Vorsitzende ab [[2011]])
*[[2006]]-[[2010]] - [[Monika Lehmann-Willenbrock]] (Vorsitzende)
 
==Vorstände==
{| class="wikitable"
{| class="wikitable"
!Jahr!!Vorsitz!!Stellvertretung!!Kasse!!Schriftführung!!Weitere
!Wahlperiode!!Sitze im OBR!!Mitglieder
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|[[26. August|26.8.]][[2020]]
|[[Ulrike Pollakowski]], [[Lasse Hechmann]]
|[[Alexander Jaede]]
|[[Ingrid Lietzow]]
|[[Kerstin Rothkirch]]
|[[Frank Siebmann]], [[Jens Sielfeldt]] (Beisitzer); [[Brigitte Frodermann]] (Seniorenbeauftragte)
|-
|[[29. Januar]] [[2020]]
|[[Johanna Jürgens]], [[Malte Rühlemann]]
|[[Ingrid Lietzow]]
|[[Ulrike Pollakowski]]
|[[Mirko Sieksmeyer]]
|[[Florian Beyer]], [[Lasse Hechmann]], [[Roman Schneider]], [[André Schwarz]], [[Sara Visser-Henneberg]]; [[Brigitte Frodermann]] (Seniorenbeauftragte)
|-
|[[9. Mai]] [[2019]]
|[[Christian Gotthardt]] (bis [[31. Juli|31.7.]]), [[Johanna Jürgens]]
|[[Julian Wollmann]] (bis Okt. 2019)
|[[Ulrike Pollakowski]]
|[[Mirko Sieksmeyer]]
|[[Ingrid Lietzow]], [[Malte Rühlemann]], [[André Schwarz]], [[Sara Visser-Henneberg]]; [[Brigitte Frodermann]] (Seniorenbeauftragte)
|-
|[[1. März]] [[2018]]
|[[Benjamin Dehde]]
|[[Elisa Kopitzke]], [[Julian Wollmann]]
|[[Ulrike Pollakowski]]
|[[Mirko Sieksmeyer]]
|[[Rüdiger Ewald]], [[Ingrid Lietzow]], [[Mareike Paula]], [[Malte Rühlemann]], [[André Schwarz]], [[Sara Visser-Henneberg|Sara Visser]]; [[Brigitte Frodermann]] (Seniorenbeauftragte)
|-
|[[2016]]
|[[Ulrike Pollakowski]]
|?, [[Jesko Mühlenberend]]
|[[Claudia Ohlsen]]
|[[Maike Bradler]]
|[[Ingrid Lietzow]], [[Konstantin Beck]], [[Michael Hofsäß]], [[Peter Schlenz]] († [[2017]]), [[Faiza Tahir]]
|-
|Februar [[2014]]
|[[Simone von Pein|Simone Weigel]] (Rücktritt 2014)
|?, [[Ulrike Pollakowski]]
|[[Claudia Ohlsen]]
|[[Tim Heuer]]
|[[Anke Bachmann]], [[Michael Holldorf]], [[Rolf Küppershaus]], [[Ingrid Lietzow]], [[Timo Meyer]], [[Monika Schürkamp]]
|-
|[[2012]]
|[[Ingrid Lietzow]]
|[[Ramin Ghaznavi]], [[Michael Holldorf]]
|[[Claudia Ohlsen]]
|[[Anke Bachmann]]
|[[Mechthild Brix]], [[Antje Möller-Neustock]], [[Guido Schröder]]
|-
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|[[2010]]
|[[Björn Dobbertin]]
|[[Ramin Ghaznavi]], [[Claudia Ohlsen]]
|[[Monika Lehmann-Willenbrock]]
|[[Anke Bachmann]]
|[[Gabriel Bogantes Aguilar]], [[Michael Holldorf]], [[Ingrid Lietzow]], [[Antje Möller-Neustock]]
|-
|[[2008]]
|[[Ingrid Lietzow]]
|[[Björn Dobbertin]], [[Claudia Ohlsen]]
|[[Monika Lehmann-Willenbrock]]
|[[Anke Bachmann]]
|[[Philipp Köster]], [[Antje Möller-Neustock]], [[Alexander Schulz]], [[Beate Semmler]], [[Eckehard Sieg]]
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|[[2006]]
|[[Ingrid Lietzow]]
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|[[Harald Boysen]]
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|ab 2023||2||[[Markus Ebert]] (2. stellv. Vorsitz), [[Michael Pachta]]
|[[Martina Oppermann]]
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|verm. [[1988]]
|[[2018]]-[[2023]]||2||[[Ulrike Pollakowski]] (Vorsitz), [[Julian Wollmann]], [[Ingrid Lietzow]], [[Bert Stach]]
|[[Rainer Paasch-Beeck|Rainer Paasch]]
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|verm. 1986
|[[2013]]-[[2018]]||3||[[Ulrike Pollakowski]] (Vorsitz ab 2016), [[Monika Schürkamp]], [[Claudia Ohlsen]], [[Rolf Küppershaus]], [[Peter Schlenz]] († [[13. Juli|13.7.]][[2017]]), [[Bert Stach]], [[Julian Wollmann]]
|[[Reinhard Gerlach]]
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|[[2008]]-[[2013]]||?||[[Björn Dobbertin]], [[Antje Möller-Neustock]] (Vorsitz ab 2011)
|[[Heiner Ubben]]
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|[[1982]]
|[[2003]]-[[2008]]||?||[[Holger Brück]]
|[[Heiner Ubben]]
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|[[20. Januar|20.1.]][[1972]]<ref>''SPD Wik teilte sich'', ''Kieler Nachrichten'', 25.1.1972</ref>
|[[1994]]-[[1998]]||?||[[Monika Schürkamp]], [[Dörte Zörner-Goetzke]], [[Eva Koeller]]?, [[Harro Rüchel]]?
|[[Joachim Hall]]
|[[Friedrich Steinmetz]]
|[[Steffen Etzel]]
|Dr. [[Lothar Giessler]]
|? (Teilung in OV Wik und [[Ortsverein Steenbek-Projensdorf|OV Steenbek-Projensdorf]])
|-
|[[21. Januar|21.1.]][[1971]]<ref>''Neuer SPD-Vorstand in der Wik'', ''Kieler Nachrichten'', 27.1.1971</ref>
|[[Joachim Hall]]
|Dr. [[Lothar Giessler]]
|[[Heinz Fechner]]
|[[Gerd Hansson]]
|?
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|ab [[1969]]?
|[[Fritz Quade]]
|?
|[[Heinz Fechner]]
|?
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|[[1960]]er Jahre
|[[Anton Clausen]]<ref>Nach der Erinnerung seiner Tochter [[Ingrid Lietzow]]</ref>
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|}


==Links==
==Links==
*[[Ortsverein Wik - Vorstände]]
*[https://www.spd-kiel.de/gruppen/wik/ Homepage des Ortsvereins]
*[https://www.spd-kiel.de/gruppen/wik/ Homepage des Ortsvereins]
*[https://www.facebook.com/SPDWIK/ OV Wik auf facebook]
*[https://www.facebook.com/SPDWIK/ OV Wik auf facebook]
</div>
<div style="width:33%; margin-left:67%">
{{Gliederung
|Name            = Ortsverein Wik
|Logo            = Kiel Wik.jpg
|Gegruendet      = 1894
|VorgaengerOrg  =
|Wiedergegründet = 1945
|Homepage        = https://www.spd-kiel.de/gruppen/wik/
|BeschlussDB    =
|Vorsitzende/r  = [[Sören Stein]]
}}
==Überblick==
===Personen===
*Vorsitz: [[Sören Stein]] <small>([[2023]]-[[2025]])</small> | [[Ulrike Pollakowski]] <small>([[2022]]-2023)</small> | [[Ulrike Pollakowski]], [[Lasse Hechmann]] <small>([[2020]]-[[2022]])</small> | [[Johanna Jürgens]], [[Malte Rühlemann]] <small>([[2020]])</small> | [[Christian Gotthardt]] <small>(bis 31.7.)</small>, [[Johanna Jürgens]] <small>([[2019]]-[[2020]])</small> | [[Benjamin Dehde]] <small>([[2018]]-[[2019]])</small> | [[Ulrike Pollakowski]] <small>([[2016]]-[[2018]])</small> | [[Simone von Pein|Simone Weigel]] <small>([[2014]])</small> | [[Ingrid Lietzow]] <small>([[2012]]-[[2014]])</small> | [[Björn Dobbertin]] <small>([[2010]]-[[2012]])</small> | [[Ingrid Lietzow]] <small>([[2006]]-[[2010]])</small> | [[Harald Boysen]] <small>([[2003]])</small> | [[Harro Rüchel]] <small>(?)</small> | [[Ursula Latacz]] <small>([[1994]])-?</small> | [[Martina Oppermann]]? <small>(April [[1992]])</small> | [[Martina Oppermann]] <small>(verm. [[1990]]-[[1992]])</small> | [[Rainer Paasch-Beeck|Rainer Paasch]] <small>(verm. [[1988]]-[[1990]])</small> | [[Reinhard Gerlach]] <small>(verm. [[1986]]-[[1988]])</small> | [[Heiner Ubben]] <small>([[1984]]-[[1986]])</small> | [[Maike Wille]] <small>(?-?)</small>| [[Heiner Ubben]] <small>([[1982]]-?)</small> | [[Heiner Wille]] <small>([[1981]]-?)</small> | [[Joachim Hall]] <small>([[1971]]-?)</small> | [[Fritz Quade]] <small>([[1969]]?-?)</small> | [[Anton Clausen]] <small>([[1960]]er Jahre)</small>
*Ratsfraktion: [[Ingrid Lietzow]] <small>([[2003]]-[[2018]])</small> | [[Karin Halbe]] <small>([[1993]]-[[2003]])</small> | [[Gerda Kade]] <small>([[1968]]-[[1974]])</small> | [[Heide Simonis]]<ref>''Unzumutbare Zustände'', ''Kieler Nachrichten'', 31.3.1973</ref> <small>([[1971]]-[[1976]])</small>
*Ortsbeirat: [[Ulrike Pollakowski]] <small>([[2014]]-[[2023]], Vorsitz ab 09 [[2016]])</small> | [[Antje Möller-Neustock]] <small>([[2010]]-[[2013]], Vorsitz ab [[2011]])</small> | [[Monika Lehmann-Willenbrock]] <small>([[2006]]-[[2010]], Vorsitz)</small> | [[Joachim Schulz]] <small>(um [[1983]])</small>
</div>
<br style="clear:left;">


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==
<references />
<references />


{{Navigationsleiste Ortsvereine Kiel}}
[[Kategorie:Ehemaliger Ortsverein|Wik]]
[[Kategorie:Ortsverein|Wik]]
[[Kategorie:Ortsverein Kiel-Wik]]
[[Kategorie:Kreisverband Kiel|Wik]]
[[Kategorie:Kreisverband Kiel|Wik]]
__NOTOC__

Aktuelle Version vom 12. April 2025, 09:07 Uhr

Der Ortsverein Wik war eine Gliederung im Kreisverband Kiel. Das Gründungsjahr steht bisher nicht fest, aber es ist belegt, dass sich im Februar 1894 in der Wik[1] ein Arbeiterverein gründete.

Ab 2023 war Sören Stein Vorsitzender. Am 22. März 2025 schloss sich der Ortsverein mit dem Ortsverein Kiel-Steenbek/Projensdorf zum Ortsverein Kiel-Wik-Projensdorf zusammen.

Geschichte

Schon 1892 gab es wohl in der Wik Sozialdemokraten. Friedrich Brodthuhn nahm für den Ort am Provinzialparteitag teil.[2] Wahrscheinlich waren es nur eine Handvoll Sozialdemokraten in der damals noch eigenständigen Gemeinde, die in ihrer Versammlung einen bekannten Kieler als Delegierten auserkoren.

Am 22. Juli 1893 sprach Martha Rohrlack aus Berlin[3] während einer Agitationsreise durch Schleswig-Holstein auch in der Wik über das Thema Die Frau und der Sozialismus.[4]

Der Vorwärts meldet die Gründung eines Arbeitervereins in der Wik
Die Wik wurde 1893 nach Kiel eingemeindet. Durch eine Meldung im Vorwärts vom 8. März 1894 (vgl. links) ist die Gründung eines dortigen Arbeitervereins im Februar 1894 belegt. Die Gründung fand nach einer Versammlung mit Carl Legien statt, der aus dem Reichstag berichtete. Schon ein Jahr später hatte der Verein 33 Mitglieder.[5]

1897 war die Mitgliederzahl auf 20 gesunken; trotzdem wurden 14,30 Mark für die Wahlkreiskasse gesammelt.[6] 1898 nannte er sich wohl schon sozialdemokratischer Verein (als einer von zehn im Wahlkreis); er hatte im April 30 und im August 40 Mitglieder.[7] Ein Delegierter nahm an der Wahlkreiskonferenz teil.[8]

Vermutlich existierte der Wiker Verein keine zehn Jahre lang. 1902 muss es ihn noch gegeben haben; in einer Aufzählung der Kandidaten für die Stadtverordnetenwahl[9] ist Adler-Wik aufgelistet.[10] Eduard Adler, der im selben Jahr in die Prinz-Heinrich-Straße gezogen war, unterlag gegen den bürgerlichen Kandidaten.[11] Auch wurde der Ortsverein Wik 1905 nicht mehr als Teil des Wahlkreiszentralvereins genannt. Vermutlich hatte er sich also dem Sozialdemokratischen Verein Kiel und Umgegend angeschlossen und bildete dort einen eigenen Bezirk.

Die Wik gehörte ab 1911 dem neu geschaffenen Distrikt Nord an.

Neugründung

Traditionsfahne des Ortsvereins

Anfang 1945 begannen die alten Sozialdemokraten sich in "Stubenzirkeln" Gedanken über die Zukunft der SPD nach dem Ende der Nazi-Herrschaft zu machen. Einer dieser Zirkel traf sich im Haus von Emil Bandholz in der Tonderner Straße 11. Dort wurde später im Jahr der Distrikt (heute Ortsverein) Wik gegründet.[12]

Am 21. Dezember 1946 richtete der Distrikt in Verbindung mit der Arbeiterwohlfahrt in der Großgaststätte Müller eine Weihnachtsfeier für 500 Kinder aus.[13]

70er Jahre

Im September 1970 sprach sich der Ortsverein für die Landtagskandidatur von Karl-Heinz Luckhardt aus - obwohl dessen Gegenkandidat, der amtierende Landtagsabgeordnete Alfred Prezewowsky, Mitglied in der Wik war. Man wünschte sich für ihn, dass er "auf der Landesliste gut placiert werden" würde.[14]

Im Januar 1972 wurde der Ortsverein Steenbek-Projensdorf im Zuge einer Organisationsreform vom OV Wik abgetrennt. Grund dafür war, dass "beide Stadtteile bevölkerungsmäßig stark zugenommen" hätten, teilte die SPD mit.[15] Den Vorsitz in der Wik behielt Joachim Hall.

80er Jahre

Aufkleber OV Wik zur Landtagswahl 1988
Flyer OV Wik 1987
Die Wik zeigte im Wahlkampf zur Landtagswahl 1988 deutlich Flagge für ihren Landesvorsitzenden. In der Kneipe "Bei Hinni", Holtenauer Str 242, wurde jeden Sonntag morgens die Zeitung am Sonntag (ZAS) abgegeben und für die Verteiler im Stadtteil aufgeteilt. Der OV-Vorsitzende hatte daher einen Schlüssel für die Gaststätte.

Seit Anfang der 2000er Jahre pflegt die SPD in der Wik die Tradition des Aschermittwochs-Matjesessens, bei dem es neben Matjes immer eine politische Aschermittwochsrede gibt. Redner waren in der Vergangenheit u.a. Bernd Heinemann, Hans-Peter Bartels, Rolf Fischer, Ulf Kämpfer, Wolfgang Röttgers, Björn Högsdal. 2025 trug Volkmar Helbig Lieder des Kabarettisten und Chansonniers Georg Kreisler vor.

Ortsbeirat

Wenige OBR-Mitglieder bleiben die gesamte Wahlperiode beteiligt. Die Zahl der Namen stimmt daher nicht mit der Zahl der Sitze in der jeweiligen Periode überein.[16]

Wahlperiode Sitze im OBR Mitglieder
ab 2023 2 Markus Ebert (2. stellv. Vorsitz), Michael Pachta
2018-2023 2 Ulrike Pollakowski (Vorsitz), Julian Wollmann, Ingrid Lietzow, Bert Stach
2013-2018 3 Ulrike Pollakowski (Vorsitz ab 2016), Monika Schürkamp, Claudia Ohlsen, Rolf Küppershaus, Peter Schlenz († 13.7.2017), Bert Stach, Julian Wollmann
2008-2013 ? Björn Dobbertin, Antje Möller-Neustock (Vorsitz ab 2011)
2003-2008 ? Holger Brück
1998-2003 ? Waltraut Schimmler, Heike Kuchenbecker, Eva Koeller, Werner Koeller, Harro Rüchel, Hans-Michael Brandt
1994-1998 ? Monika Schürkamp, Dörte Zörner-Goetzke, Eva Koeller?, Harro Rüchel?

Links

Ortsverein Wik
Ortsverein Wik
Ortsverein Wik
Gegründet: 1894
Wiedergegründet: 1945
Vorsitzende/r: Sören Stein
Homepage: https://www.spd-kiel.de/gruppen/wik/

Überblick

Personen


Einzelnachweise

  1. Die Presse verwendete in der Frühzeit häufig auch die Schreibweise „Wiek“.
  2. Hamburger Echo, 14.12.1892, S. 7
  3. Martha Rohrlack-Tietz, ab etwa 1892 bekannte Agitatorin. Keine weiteren Informationen.
  4. Kiel, Hamburger Echo, 25.7.1894, Seite 3
  5. Hamburger Echo, 22.8.1895
  6. Hamburger Echo, 23.10.1897
  7. Bericht von der Konferenz des 7. Reichstagswahlkreises, Hamburger Echo, 30.8.1898, S. 3
  8. Hamburger Echo, 26.4.1898
  9. Hamburger Echo, 17.10.1902, S. 6
  10. Der Zusatz, der ähnlich auch für Gaarden erschien, bezeichnete wohl den Ortsverein.
  11. Hamburger Echo, 7.11.1902
  12. SPD Kiel (Hrsg.): Kiel im Mai 1945 - Hell aus dem dunklen Vergangenen leuchtet die Zukunft empor (Kiel 1985) - Emil Bandholz spricht vom "Tondernweg", den es nicht gibt. Offenbar ist die Tonderner Straße gemeint.
  13. Der Weihnachtsmann in der Wik, VZ, 24.12.1946
  14. Luckhardt setzte sich durch, Kieler Nachrichten, 21.9.1970
  15. SPD Wik teilte sich, Kieler Nachrichten, 25.1.1972
  16. Landeshauptstadt Kiel: Infosystem Kommunalpolitik: Ortsbeirat Wik, abgerufen 28.3.2025. Dessen Angaben sind vor 2013 unvollständig.
  17. Unzumutbare Zustände, Kieler Nachrichten, 31.3.1973