1946: Unterschied zwischen den Versionen

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*[[1. Februar]] - Der [[Ortsverein Mildstedt/Rosendahl|OV Mildstedt/Rosendahl]] gründet sich neu. Erster Vorsitzender wird [[Heinrich Jäger]].
*[[1. Februar]] - Der [[Ortsverein Mildstedt/Rosendahl|OV Mildstedt/Rosendahl]] gründet sich neu. Erster Vorsitzender wird [[Heinrich Jäger]].
*[[4. Februar]] - [[Fritz Gimm]], Mitglied des Gemeinderats bis [[1933]], wird von der Militärregierung wieder zum Gemeindevertreter in [[Ortsverein Waabs|Waabs]] ernannt.
*[[4. Februar]] - [[Fritz Gimm]], Mitglied des Gemeinderats bis [[1933]], wird von der Militärregierung wieder zum Gemeindevertreter in [[Ortsverein Waabs|Waabs]] ernannt.
*[[7. Februar]] - Die Militärregierung setzte einen "Provinzialen Beirat" ein, aus dem später der Landtags werden sollte.<ref>{{Osterroth-100-Jahre|Seite=122}}</ref> Die [[Ortsverein Kronshagen|Gemeindevertretung Kronshagen]] wählt [[Willi Baumann]] zum ehrenamtlichen Bürgermeister, [[Ludwig Flick]] zu seinem Stellvertreter.
*[[7. Februar]] - Die Militärregierung setzte einen "[[Ernannter Landtag vom 26.02.-11.11.1946|Provinzialen Beirat]]" ein, aus dem später der Landtags werden sollte.<ref>{{Osterroth-100-Jahre|Seite=122}}</ref> Die [[Ortsverein Kronshagen|Gemeindevertretung Kronshagen]] wählt [[Willi Baumann]] zum ehrenamtlichen Bürgermeister, [[Ludwig Flick]] zu seinem Stellvertreter.
*[[11. Februar]] - Die Landtagsfraktion wählt [[Wilhelm Kuklinski]] zu ihrem Vorsitzenden.
*[[11. Februar]] - Die Landtagsfraktion wählt [[Wilhelm Kuklinski]] zu ihrem Vorsitzenden.
*[[15. Februar]] - [[Max Emcke]] (noch CDU) wird als [[OberbürgermeisterIn Kiel|Kieler Oberbürgermeister]] auf Anweisung des Alliierten Kontrollrats aus unbekannten Gründen abgesetzt. Seine Nachfolge tritt [[Otto Tschadek]] an.
*[[15. Februar]] - [[Max Emcke]] (noch CDU) wird als [[OberbürgermeisterIn Kiel|Kieler Oberbürgermeister]] auf Anweisung des Alliierten Kontrollrats aus unbekannten Gründen abgesetzt. Seine Nachfolge tritt [[Otto Tschadek]] an.
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*[[16. April]] - Die Gemeindevertretung von [[Ortsverein Bad Bramstedt|Bad Bramstedt]] beschließt die Wiedererrichtung des von Nazis zerstörten [[Friedrich Ebert|Friedrich-Ebert-Gedenksteins]] und verpflichtet 11 (namentlich genannte) Täter, einen neuen Findling zu beschaffen und die Kosten für die Herrichtung der Anlage zu tragen.
*[[16. April]] - Die Gemeindevertretung von [[Ortsverein Bad Bramstedt|Bad Bramstedt]] beschließt die Wiedererrichtung des von Nazis zerstörten [[Friedrich Ebert|Friedrich-Ebert-Gedenksteins]] und verpflichtet 11 (namentlich genannte) Täter, einen neuen Findling zu beschaffen und die Kosten für die Herrichtung der Anlage zu tragen.
*[[19. April|19.]]+[[20. April]] - Zwangsvereinigung in der Sowjetzone: Unter massivem Druck der sowjetischen Besatzungsbehörden beschließen Ost-SPD und [[KPD]] in Berlin den Zusammenschluss zur [[Übersicht der Parteien der Arbeiterbewegung|Sozialistischen Einheitspartei (SED)]].
*[[19. April|19.]]+[[20. April]] - Zwangsvereinigung in der Sowjetzone: Unter massivem Druck der sowjetischen Besatzungsbehörden beschließen Ost-SPD und [[KPD]] in Berlin den Zusammenschluss zur [[Übersicht der Parteien der Arbeiterbewegung|Sozialistischen Einheitspartei (SED)]].
*[[23. April]] - Die Militärregierung erklärt Schleswig-Holstein zum eigenständigen Land.<ref>{{Osterroth-100-Jahre|Seite=122}}</ref>  
*[[23. April]] - Die Militärregierung erklärt Schleswig-Holstein zum eigenständigen Land.<ref>{{Osterroth-100-Jahre|Seite=122}}</ref>
*[[27. April]] - [[Kreisverband Kiel - Kreisparteitag|Kreisparteitag]] der [[Kreisverband Kiel|Kieler SPD]] mit einem Referat von [[Andreas Gayk]]: ''Eine Stadt kämpft um ihre Zukunft''.
*[[27. April]] - [[Kreisverband Kiel - Kreisparteitag|Kreisparteitag]] der [[Kreisverband Kiel|Kieler SPD]] mit einem Referat von [[Andreas Gayk]]: ''Eine Stadt kämpft um ihre Zukunft''.



Version vom 16. Oktober 2023, 10:25 Uhr

Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED. Otto Grotewohl und Wilhelm Pieck bei ihrem historischen Händedruck.

Zunächst auf Orts- und Kreisebene entwickeln sich nach den Vorgaben der Alliierten wieder politische Strukturen. In Schleswig-Holstein gründen sich zahlreiche SPD-Ortsvereine wieder oder neu. Im September findet eine erste Kommunalwahl statt.

Der Partei-Patriarch Kurt Schumacher lehnt Anfang des Jahres in einem Presseinterview eine Vereinigung der SPD und der KPD ab, auf die im sowjetischen Sektor hingesteuert wird, ebenso gemeinsame Listen für die bevorstehenden Kommunalwahlen. Entsprechende Beschlüsse fassen die SPD-Gremien in der britischen und amerikanischen Zone. Zwei Wochen später, am 27. Januar, konstituiert sich das "Büro Dr. Schumacher", die inoffizielle Zentrale der SPD in Hannover, neu als "Büro der Westzonen" der SPD. Die aus der Emigration zurückgekehrten Erich Ollenhauer und Fritz Heine nehmen ihre Arbeit dort auf.

In der sowjetischen Besatzungszone werden SPD und KPD am 21./22. April zur Sozialistischen Einheitspartei (SED) zwangsvereinigt.

Im Prozess des Internationalen Militärgerichtshofes gegen die 24 als Hauptkriegsverbrecher angesehenen Nationalsozialisten in Nürnberg wird am 1. Oktober das Urteil verkündet. Ihm folgen 12 weitere Prozesse gegen Gruppen (etwa Ärzte), die an den NS-Verbrechen beteiligt waren.

Die Vereinten Nationen (United Nations Organization - UNO) nehmen mit 51 Gründungsmitgliedern ihre Arbeit auf.

Januar

Februar

März

April

Titelseite der Schleswig-Holsteinischen Volkszeitung vom 21.6.1946

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

Nicht datiert

Einzelnachweise

  1. Osterroth, Franz: 100 Jahre Sozialdemokratie in Schleswig-Holstein. Ein geschichtlicher Überblick (Kiel o. J. [1963]), Seite 122
  2. Osterroth, Franz: 100 Jahre Sozialdemokratie in Schleswig-Holstein. Ein geschichtlicher Überblick (Kiel o. J. [1963]), Seite 122